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Meag über das Renditepotenzial von Forst- und Agrarinvestments

Forst- und Agrarinvestments trotzen dem Zinsanstieg und erlauben Investoren interessante Renditen, die höher als jene vieler Anleihen sind.

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© Birgit Reitz-Hofmann / stock.adobe.com

Institutionelle Investoren sollten sich ein Engagement in Forst- und Agrarflächen überlegen. Denn Investments in diese Segmente dürften nach Ansicht der Meag, Vermögensmanager der Munich Re und der Ergo Group, kaum vom steigenden Zinsumfeld betroffen sein. „Grundsätzlich sind beide Asset-Klassen niedrig korreliert mit den Bond- und Aktienmärkten, was wir sowohl in der Finanzkrise ab 2008 als auch in der Pandemie seit 2020 gesehen haben“, sagt Dr. Michael Bös, CIO Alternative Assets bei der Meag. „Außerdem wird der institutionelle Ankauf von Ackerland und Forsten in der Regel nur wenig bis gar nicht fremdfinanziert, sodass steigende Zinsen keine unmittelbare Auswirkung auf die Investmenttätigkeit haben.“

Weniger Käufer?
Einen möglichen Einfluss könnte die aktuelle Zinsentwicklung dem Experten zufolge aber doch haben: Bei weiter steigenden Bond-Renditen könnten sich opportunistische Käufer aus den Assetklassen zurückziehen, was über einen Nachfragerückgang womöglich einen dämpfenden Effekt auf die Preisentwicklung hätte. Speziell in Bezug auf Ackerland hält Bös es zudem für denkbar, „dass Landwirte weniger kaufen, sondern vermehrt pachten, da diese oftmals 50 bis 70 Prozent des Kaufpreises finanzieren, was ebenfalls zurückgehende Preise zur Folge hätte.“

Kurzfristige makroökonomische Faktoren
Entscheidender als die Zinsentwicklung ist für Forst- und Agrarinvestoren aus Sicht der Meag die Situation in der Ukraine. Bös: „Bei Ackerland führt die Verknappung des globalen Nahrungsmittelangebotes bei gleichbleibender Nachfrage zu steigenden Preisen für beispielsweise Weizen, wodurch sich die Erträge der Landwirte erhöhen.“

Bei Forsten erwarten die Experten, dass der Ukraine-Krieg die Angebotsseite für Holzprodukte insbesondere im europäischen Markt langfristig verknappen wird, da Holzexporte aus Russland für absehbare Zeit reduziert sein dürften. „Dem gegenüber würde eine Rezession insbesondere in den USA mittelfristig bei zurückgehender Nachfrage nach unter anderem Einfamilienhäusern einen Rückgang der Holznachfrage bedeuten“, erläutert Bös.

Waldbrände sind beherrschbar
Die Auswirkungen der aktuellen Waldbrände infolge großer Trockenheit hält die Meag global gesehen für überschaubar. „Bei Landwirtschaftsflächen kommen Brände selten vor und vernichten im Falle des Falles ,nur‘ die aktuelle Ernte“, relativiert Bös. „Bei Forstflächen kommen Brandschäden vor, jedoch vor allem in unbewirtschafteten, oftmals öffentlichen Forsten.“ Um Feuern vorzubeugen, spiele die aktive forstliche Bewirtschaftung eine maßgebliche Rolle. Beispielsweise würden in Australien vermehrt Brandschneisen angelegt und Löschausrüstung regelmäßig mitgeführt. In den USA werde durch kontrolliertes Abbrennen von Wildwuchs der Ausbreitung von Waldbränden entgegenwirkt.

Klimawandel gehört berücksichtigt
Gravierend seien dagegen die langfristigen Folgen des Klimawandels. Eigentümer von Flächen, die negativ von der Entwicklung des Klimas betroffen seien, wie beispielsweise in Kalifornien, versuchten oftmals, diese zu veräußern oder wiesen soweit vorhanden dezidiert auf entsprechende Wasserverfügbarkeit hin. „Kapitalanleger wie wir untersuchen verstärkt die langfristigen Auswirkungen der Änderungen des Klimas und analysieren die langfristige Wasserverfügbarkeit bei Ackerland oder die sich ändernden Wuchsbedingungen bei Forst-Assets, welchen zum Beispiel durch die Baumartenauswahl begegnet werden kann.“

4,5 bis 6,0 Prozent Rendite
Angesichts dieses Umfeldes hält die Meag Investitionen in Forst- und Agrarflächen für langfristig interessant. Dies gelte nicht nur aus nachhaltiger Perspektive, sondern auch in finanzieller Hinsicht. „Generell erwarten wir Renditen von ca. 4,5 bis 6,0 Prozent, je nach Region und Bewirtschaftungsart“, erklärt Bös. (aa)

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