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MEAG investiert in US-Forst

Die Vermögensverwaltungstochter von Munich Re und Ergo hat für einen ihrer Kunden ein Stück Wald in den USA erworben. Waldinvestments haben einen Vorteil, der gerade Institutionelle interessieren sollte.

Holger Kerzel, Geschäftsführer der MEAG
Holger Kerzel, MEAG
© MEAG

Die MEAG erwarb für einen ihrer Kunden etwa 16.000 Hektar Forst für einen niedrigen dreistelligen Millionen-Dollarbetrag im Südwesten von Oregon, USA. Diese Waldflächen befinden sich hauptsächlich in der Coast Range, einer Bergkette entlang des Pazifiks. Die dominierende Baumart ist die sehr wüchsige Douglasie. Darüber informiert der Asset Manager von Munich Re und Ergo per Aussendung.

Interessantes Sachwert-Investment
Angesichts anhaltend niedriger Zinsen baut die MEAG das Engagement im Bereich der alternativen Anlagen, die über lange Zeiträume attraktive Renditen bei akzeptablem Risiko bieten, weiter aus. Die Anlageklasse Forst erfüllt diese Anforderungen ebenso wie Investitionen in Infrastruktur, Private Equity und Immobilien. 

Institutionelle Anleger müssen sich intensiv mit den Besonderheiten dieser Anlageklasse vertraut machen. Um Investitionen in Forst adäquat beurteilen zu können, ist eine sorgfältige Analyse aller Risiken und Chancen sowie spezielles Knowhow erforderlich. Besonders zu beachten ist die Bewertung von Naturrisiken wie Waldbrände und die möglichen Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere im Hinblick auf die jüngsten Brände im Bundesstaat Oregon. Die MEAG begann vor über zehn Jahren mit dem Aufbau eines globalen Waldportfolios und hat seither Investments auf sechs verschiedenen Kontinenten getätigt.

Etablierte Assetklasse Wald - zumindest in den USA
Die USA sind der Vorreiter bei der Institutionalisierung der Anlageklasse Forst. In den 1980er Jahren begannen US-Papierunternehmen damit, ihre Waldflächen an institutionelle Anleger zu verkaufen, und seither hat sich Wald zunehmend zu einer etablierten Anlageklasse entwickelt. Viele Pensionsfonds in den USA sind bereits seit längerem in Forst investiert. Historisch betrachtet liegt die durchschnittliche Rendite in dieser Anlageklasse bei fünf bis sieben Prozent pro Jahr, wobei diese nicht nur zeitlich, sondern auch regional und abhängig von der Entwicklung des jeweiligen Marktes schwankt.

Bäume binden CO2
Holger Kerzel, Geschäftsführer der MEAG, sagt: "Einer der vielen Vorteile von Wäldern ist, dass Holz eine erneuerbare Ressource ist, die die Anforderungen der Nachhaltigkeit ideal erfüllt und dazu beiträgt, den Klimawandel durch die Bindung und Speicherung von CO2 einzudämmen.  Dem Wald darf nur so viel Holz entnommen werden, wie durch systematische Aufforstung wieder nachwachsen kann. Dieses Prinzip der Nachhaltigkeit hat sich über Jahrhunderte entwickelt und ist um soziale und ökologische Aspekte erweitert worden. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung kann über Jahrzehnte hinweg attraktive Renditen bringen, doch sind langjährige und nachweisliche Erfahrungen von zentraler Bedeutung, wenn es um Investitionen in Waldflächen geht.“ (aa)

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