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Max Otte: "Ich bin voll investiert"

In diversen Büchern prophezeite Max Otte den baldigen Crash des Finanzsystems, nun geht es an den Börsen tatsächlich bergab. Wie sich der Ökonom und überzeugte Value-Investor aufstellt und welche Branchen er für zukunftstauglich hält.

Value-Investor Max Otte
Value-Investor Max Otte
© Max Otte

Kurz nach der Lehman-Pleite fühlte sich Max Otte "wie ein kleiner Junge im Süßwarenladen", wie er Gesprächspartnern damals erklärte. Nun hat das Coronavirus die Aktienkurse erneut auf Talfahrt geschickt – und das Gefühl von damals ist zurück, zumindest zum Teil. "Ich bin voll investiert, sogar noch mit einem kleinen Hebel", erklärt der Autor diverser Crash-Bücher, Geschäftsführer der Investmentgesellschaft PI Kapitalanlage und Manager des Max Otte Vermögensbildungsfonds im Interview mit dem Online-Magazin "Fundresearch". Erneut komme er sich vor wie ein Junge im Süßwarenladen, der "obendrein einen kleinen Taschengeldvorschuss im Portemonnaie hat."

Der aktuelle Abschwung an den Börsen hat aber einen Wermutstropfen. "Die Aktienmärkte sind im März 2020 nicht durchweg so extrem billig wie im März 2009", sagt der bekennende Value-Investor. Immobilien in guten Lagen seien zu teuer, Anleihen solider Schuldner würden nichts mehr abwerfen, und Bankprodukte wie Tages- und Festgeld seien faktisch tot. Anleger kämen daher auch 2020 nicht um Aktien herum.

Die Großen werden überleben
Für Otte sind Aktien die beste Versicherung gegen das, was noch kommt. Damit bleibt er seiner Linie treu, die er in seinem Vortrag auf dem diesjährigen FONDS professionell-KONGRESS in Mannheim skizziert hatte. Deshalb sollte jeder, der abseits des Notgroschens noch Kapital übrig hat, in Aktien investieren. Daneben rät der Volkswirt zu physischem Gold als Beimischung.

Ausschau halten sollten Anleger nach Unternehmen, die schon vor der Krise etwas hergestellt haben, das Zukunft hat. Nahrungsmittel etwa, IT-Dienstleister oder auch große Akteure im Freizeitbereich. "Gerade hier werden die Großen noch größer werden, denn mit den Ausgangssperren werden die Kleinen immer weiter ins Hintertreffen geraten und vom Markt verschwinden." (fp)

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