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Mark Mobius: Brexit macht Großbritannien zum Schwellenland

Ein ungeordneter Austritt aus der EU würde Großbritannien zu einem Schwellenland machen, warnt der Investor Mark Mobius. Schon heute weise das Land viele Gemeinsamkeiten mit den aufstrebenden Nationen auf.

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© Christoph Hemmerich / stock.adobe.com

Der Investor Mark Mobius hat in einem Interview mit der "Financial Times" eindrücklich vor einem harten Brexit gewarnt. In einem solchen Fall würden Marktteilnehmer beginnen, den soliden Status des Landes "schnell und unerbittlich" zu hinterfragen. "Die Ratingagenturen werden sagen: 'Moment mal, keine EU-Mitgliedschaft mehr? Wir müssen herunterstufen'", sagte der Investor der Zeitung. Großbritannien werde so endgültig zum Schwellenland.

Schon jetzt habe das Land viel mit den aufstrebenden Nationen gemeinsam, so Mobius. Das Zahlungsbilanzdefizit der Briten sei "schrecklich", ebenso wie die Staatsverschuldung. Tatsächlich lag die Staatsverschuldung Großbritanniens im Februar bei rund 82,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), berichtet das "Handelsblatt". Andere Mitgliedsstaaten kommen allerdings auf deutlich mehr Miese. Italien beispielsweise hat derzeit Staatschulden in Höhe von 132 Prozent des BIP.

Brexit war ein Fehler
Das Zahlungsbilanzdefizit der Briten betrug im dritten Quartal 2018 rund 26,5 Milliarden Pfund. Das entspricht etwa sechs Prozent des BIP – der höchste Prozentsatz in der EU. Die Briten sind somit mehr als jedes andere EU-Land von Importen abhängig.

Mobius macht keinen Hehl daraus, dass er den Brexit für einen Kardinalfehler hält. Er selbst denkt darüber nach, den Sitz seiner Firma "Mobius Capital Partners" im Falle eines ungeregelten Brexit aus London in eine andere Stadt in Europa zu verlegen. (fp)

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