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Mark Haefele, UBS: "Wir korrigieren unsere Strategie"

Das Vermögensmanagement der UBS passt ihre Anlagestrategie den neuen Entwicklungen bei der Geldpolitik an und wird etwas offensiver. Trotzdem darf dabei ein Put auf den US-Aktienindex nicht fehlen...

Mark Haefele, Global Wealth Management, UBS
Mark Haefele, Global Wealth Management, UBS
© UBS

Vor dem Hintergrund eines aus Performancesicht guten ersten Halbjahrs 2019 tönen nach Ansicht von Mark Haefele, Anlagechef (CIO) des Global Wealth Managements von UBS, hier und da ein paar Alarmglocken.

Japanisierung zwingt Zentralbanken zum Gelddrucken
Erstens seien Haefele zufolge die Erwartungen bezüglich der langfristigen Zinssätze drastisch gesunken. Eine "Japanifizierung" der Industrieländer erscheine immer plausibler.

Zweitens könnten die Märkte die Zinssenkungen der Zentralbanken überschätzen, zumal die Konjunkturdaten noch einen anderen Kurs einschlagen könnten.

Drittens dürfte trotz der Waffenruhe im Handelsstreit zwischen den USA und China der Konflikt insgesamt noch weiter andauern.

Nach Ansicht Haefeles dürften die Zentralbanken mit ihrer jüngsten Kurskorrektur hin zu einer Lockerung signalisieren, dass sie weiterhin versuchen wollen, das Wirtschaftswachstum zu unterstützen.

Anlagestrategie wird neuem Umfeld angepasst
In der Praxis bedeutet dies, dass sie risikoreiche Anlagen weiterhin stützen, indem sie die Renditen von sicheren  Vermögenswerten wie Anleihen und Cash nach unten drücken.
"Daher korrigieren wir unsere Strategie, anstatt das Risiko unterzugewichten."

Seines Erachtens bietet ein Umfeld mit länger niedrigeren Zinssätzen sowohl Carry-Trades als auch Strategien zur Ertragsoptimierung Unterstützung. "In unserer taktischen Vermögensallokation stocken wir daher unsere übergewichteten Positionen in ausgewählten Schwellenländerwährungen, Euro-Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating und USD-Staatsanleihen aus Schwellenländern auf."

UBS Wealth Management behält die Übergewichtung in globalen Aktien bei und hält eine stark untergewichtete Position in erstklassigen Anleihen mit niedrigen Renditen.

Ein Put auf Aktien dient als Rettungsanker
"Angesichts der Unsicherheit im Hinblick auf die Wirksamkeit der Lockerungsmaßnahmen der Zentralbanken und des Risikos unvorhersehbarer Wendungen im Handelsstreit zwischen den USA und China halten wir aber auch antizyklische Positionen. Dazu zählen ein Put auf den S&P 500, eine übergewichtete Position im japanischen Yen und eine untergewichtete Position in zweijährigen US-Anleihen neben verschiedenen Relative-Value-Positionen", erklärt Haefele abschließend. (aa)

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