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Mark Dowding/Bluebay: Handelskrieg belastet China stärker als die USA!

Während viele Marktbeobachter meinen, dass sich vor allem die USA mit den gegen chinesische Importe verhängten Zöllen ins eigene Fleisch schneidet, glaubt der Experte von Bluebay AM, dass China wesentlich stärker unter einem Handelskrieg leidet.

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Mark Dowding ist Co-Leiter für entwickelte Märkte bei BlueBay Asset Management. Er verfügt über mehr als 24 Jahre Investmenterfahrung als Macro-Fixed-Income-Investor und ist seit 2010 Senior Portfolio Manager bei BlueBay. Davor war er für Fixed Income bei der DWS tätig, eine Rolle, die er zuvor schon bei Invesco innehatte. Er begann seine Karriere 1993 bei Morgan Grenfell als Portfoliomanager für festverzinsliche Wertpapiere. 
© Hemmerich / Institutional Money

"Mit den jetzt verabschiedeten zehn Prozent Strafzöllen auf chinesische Importwaren hat die US-Regierung noch nicht ihr ganzes Pulver verschossen", sagt Dowding. "Zum Jahresende sollen sie auf 25 Prozent steigen und damit ist wahrscheinlich noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Wir gehen davon aus, dass es zu weiteren Maßnahmen auf Importe in Höhe von 267 Milliarden US-Dollar kommen kann."

USA will alleiniger Hegemon bleiben
Klares Ziel der US-Regierung scheine zu sein, die hegemonialen Ansprüche Chinas zu beschränken, so Dowding weiter. Tatsächlich sei davon auszugehen, dass die Wirkungen der Strafzölle eher China als die US-Wirtschaft selber träfen. "Das Wachstum der US-Wirtschaft sollte sich durch die Strafzölle nur um 0,1 Prozent verlangsamen, der Preisanstieg liegt voraussichtlich gerade einmal bei zusätzlichen 0,2 Prozent. Zudem erwarten wir steuerliche Entlastungen für Konsumenten im kommenden Jahr", so Dowding in seiner Analyse.

Chinesisches Wachstum bald unter sechs Prozent
Dagegen schwäche sich in China das Wachstumstempo bereits jetzt ab und falle wohl unter die sechs Prozent-Marke. Positiv sei allerdings anzumerken, dass die chinesische Wirtschaft in einer besseren Verfassung als zum Zeitpunkt der Kapitalabflüsse 2016 sei. Zusammen mit den steigenden Zinsen sehen Mark Dowding und seine Kollegen bei Bluebay AM daher zunehmend Anzeichen für einen positiven US-Dollar-Trend. (kb)

 

 

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