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Mark Dowding: Wann beendet die Fed ihren Zinserhöhungszyklus?

In sechs Monaten könnte der Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank abgeschlossen sein, glaubt der CIO bei BlueBay Asset Management. An den Märkten dürfte es zunächst aber weiterhin übertriebene Kursbewegungen geben. Das liegt auch an einer unzuverlässigeren "Forward Guidance".

Mark Dowding
Mark Dowding, BlueBay Asset Management
© BlueBay Asset Management

„Angesichts der Anzeichen für eine Wachstumsverlangsamung preisen die Marktteilnehmer für die Vereinigten Staaten Zinssenkungen um 75 Basispunkte im Jahr 2023 ein. Wir gehen aktuell davon aus, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen im September um 50 Basispunkte anheben wird", schreibt Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management, in einem aktuellen Marktkommentar.

Im vierten Quartal 2022 und dem ersten Quartal 2023 dürften weitere Erhöhungen folgen. Insgesamt werden die Fed Funds nach Bluebay AMs Einschätzung nach in sechs Monaten bei etwa 3,5 Prozent liegen und könnten damit ihren Höchststand erreicht haben. Diese Prognose sei jedoch mit Unsicherheiten verbunden: Die Forward Guidance habe an Bedeutung verloren und das weitere Vorgehen der Währungshüter könnte stark von den eingehenden Wirtschaftsdaten abhängen, räumt Dowding ein.

Drei Prozent-Marke im Visier
Aus Dowdings Sicht dürften die zehnjährigen US-Renditen in den kommenden Wochen wieder leicht über 3,0 Prozent liegen. Bluebay AM hat eine Short-Position bei der US-Duration eingenommen und diese Mitte vergangener Woche aufgestockt, als die Renditen aufgrund des Taiwan-Besuchs von Nancy Pelosi, der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, nachgaben. "Die US-Renditekurve ist aus unserer Sicht stärker invertiert, als es zu diesem Zeitpunkt des Zyklus der Fall sein sollte. Dies veranlasst uns zu einer negativen Einschätzung für die zehnjährigen Renditen", hält Dowding fest.

Bunds: Eher short, denn long
Deutsche Bundesanleihen sieht der Blubay AM-Mann weniger pessimistisch. Das heißt das Haus rechnet auf längere Sicht nicht mit signifikanten Kursrückgängen. Nach dem jüngsten Renditeanstieg neigt Bluebay aber eher zu einer Short- als zu einer Long-Position. Die Inflation in der Eurozone könnte ihren Höhepunkt erst gegen Ende dieses Jahres erreichen.

Überall auf dem europäischen Kontinent sind die Regierungen nun dabei, durch fiskalische Maßnahmen die Bevölkerung vor der durch die gestiegenen Energiepreise ausgelösten Lebenshaltungskostenkrise zu schützen. "Wir sind daher der Meinung, dass die Europäische Zentralbank in den kommenden Monaten eine restriktive Haltung beibehalten könnte, bis sich die Inflation nach unten bewegt", kommentiert Dowding.

Italienwahl wirft ihren Schatten voraus
Dowding ist weiterhin skeptisch, ob die EZB das Transmissionsschutzinstrument (TPI) einsetzen wird, um italienische Staatsanleihen im Vorfeld der anstehenden Wahlen im Land zu stützen – es sei denn, in der gesamten Eurozone steigen die Zinsaufschläge. Jüngste Daten haben gezeigt, wie die EZB im vergangenen Monat die Reinvestitionen aus ihrem Pandemie-Notfallankaufprogramm (PEPP) zugunsten italienischer Staatspapiere angepasst hat. Das habe jedoch relativ wenig zur Begrenzung des Spread-Anstiegs beigetragen. Dowding sieht das Risiko einer weiteren Schwäche, wenn der Wahlkampf in den kommenden Wochen Fahrt aufnimmt.

Höhere Volatilität über den Sommer
"Die Volatilität bleibt vor dem Hintergrund der Ungewissheiten erhöht. Das zeigen beispielhaft die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen, die sich Mitte dieser Woche innerhalb von 24 Stunden in einer Spanne von 45 Basispunkten bewegten. Im Sommer ist die Liquidität geringer – und es könnte in beide Richtungen übertriebene Marktbewegungen geben, schreibt Dowding abschließend. (aa)

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