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Mark Dowding: Markt unterschätzt noch immer die Zinsänderungsrisiken

Nach Ansicht des Chief Investment Officers von BlueBay AM könnten höhere Inflations- und Wachstumsraten zu höheren Zinsen, als derzeit eingepreist, führen.

Mark Dowding
Mark Dowding, Bleubay Asset Management
© BlueBay Asset Management

"Wir sind der Ansicht, dass der Markt weiterhin die Inflations- und Wachstumsaussichten unterschätzt. Wir hüten uns daher davor, Zinsprognosen für 2023 abzugeben. Marktprognosen für einen Höchststand der Zinsen im laufenden Anpassungszyklus von rund zwei Prozent halten wir jedoch für zu niedrig", schreibt Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management, in einer aktuellen Markteinschätzung. Er merkt an, dass die Fed selbst davon ausgeht, dass sich ihre Geldpolitik im Laufe des Zyklus über ihre Einschätzung eines neutralen Leitzinses von 2,5 Prozent hinausbewegen wird – jenem Zinssatz also, bei dem eine Volkswirtschaft Vollbeschäftigung meldet, ohne entweder mit stark fallenden oder steigenden Preisen konfrontiert zu sein.

Skepsis ist angebracht, Risiken könnten schlagend werden
Unter diesem Gesichtspunkt ist Dowding für die mittelfristige Entwicklung der Anleiherenditen weiterhin skeptisch. Es würde ihn jedoch nicht überraschen, wenn kurzfristig der jüngste Aufwärtstrend in eine gewisse Konsolidierung übergeht.

In den kommenden Monaten könnte Omikron nochmals zu schwächeren Wirtschaftsmeldungen führen. Weil Risikoanlagen wie Aktien empfindlich auf höhere Zinsen reagieren, erscheint eine Korrektur der Kurse im Zuge einer Flucht in Qualität wahrscheinlich, sofern sich die finanziellen Bedingungen zu schnell verschärfen und zusätzlich der Konflikt an den Grenzen der Ukraine eskaliert.

Inflationsgespenst spukt weiterhin
Mit Blick auf den Preisauftrieb gibt es Dowding zufolge auf globaler Ebene kaum Anzeichen dafür, dass die Inflationssorgen abnehmen. In dieser Woche kamen erneut Gerüchte über Engpässe bei Chips auf: Der US-Autohersteller Ford nimmt keine neuen Aufträge für eines seiner beliebtesten Modelle mehr an.

Der Ölpreis überschritt zum ersten Mal seit 2014 die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel. Und trotz der Hoffnung auf ein Nachlassen der Angebotsengpässe überstieg die Warteschlange der Containerschiffe vor dem Hafen von Los Angeles in der vergangenen Woche die Zahl von 100.

China und die Lieferketten
Omikron ist zwar nach wie vor ein Faktor, der zu einem kurzfristigen Arbeitskräftemangel führt und die Wirtschaftsdaten belastet, die Lage dürfte sich hier allerdings bald wieder normalisieren.

"Da China und Teile Asiens jedoch um die Aufrechterhaltung einer Null-Covid-Politik ringen, scheint es unvermeidlich, dass es hier zu weiteren Störungen in den Lieferketten kommen wird. Zumindest solange, bis die Politik ihren Kurs ändert und akzeptiert, dass die Pandemie zu einer endemischen Krankheit geworden ist", erklärt Dowding abschließend. (aa)

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