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Märkte für Merkel und Macron

Marktteilnehmer wie Esty Dwek, Head of Global Market Strategy bei Natixis Investment Managers, werten den Wiederaufbau-Fonds von Deutschlands Kanzlerin und Frankreich Präsidenen als positiv. Makulatur wäre dieses jedoch, sollte es zu einer zweiten Covid-Welle kommen.

macron merkel
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Kanzlerin Angela Merkel auf einem Archivbild vom April 2019 – ein Jahr später versuchen sich die beiden an nichts weniger als der Rettung Europas.
© Krisztian Bocsi / stock.adobe.com

Der Vorstoß von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu einem europäischen Wiederaufbaufonds stößt auf diametral entgegengesetzte Rezeption. Während Länder wie Österreich – wo Kanzler Sebastian Kurz bereits einen Gegenvorschlag angekündigt hat –, Dänemark und die Niederlande skeptisch eingestellt sind, können Italien und Spanien auf umfangreiche Hilfen hoffen. Auch die Kommentatoren in den Medien streiten über Sinn und Unsinn des 500-Milliarden-Euro-Plans:

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Aus Sicht von Marktbeobachtern wie Esty Dwek, Head of Global Market Strategy bei Natixis Investment Managers, "war es zu erwarten, dass die Reaktionen unterschiedlich ausfallen würden. Aus unserer Sicht ist es ein bedeutender Schritt hin zu mehr Koordinierung und fiskalischer Integration in Europa." Da Deutschland dabei sei, bestünde jedenfalls "eine große Chance, dass der Vorschlag vorankommt. Wir glauben, dass eine Mischung aus Zuschüssen und Darlehen in der endgültigen Fassung wahrscheinlicher ist. Das wäre ein großer Schritt nach vorn für Europa und würde von den Märkten sehr begrüßt", erklärt die Managerin.

Makulatur wäre das umstrittenen Programm aber, wenn es zu einer zweiten Epidemie-Welle vor Entwicklung eines Covid-Serums käme. Ein solcher Fall wäre "Sehr negativ! Die Aktienkurse würden fallen, die Spreads würden sich ausweiten und die Nachfrage nach Staatsschulden würde steigen. Es wird ohnehin erwartet, dass die Zahlungsausfälle aufgrund von Corona stark ansteigen werden. Eine zweite Welle würde die Zahlen noch weiter in die Höhe treiben", so die Sorge der Expertin. (hw)

 

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