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Macro Hedgefund-Manager erzielte 33 Prozent Rendite im ersten Halbjahr

Dies gelang Said Haidar mit Hilfe eines heißen Rittes nach Kosten, doch jetzt bereitet sich der Erfolgsmanager auf 2020 und das Ende des Risikoappetits bei schlechter Konjunktur vor.

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Said Haidar, Gründer und CEO von Haidar Capital Management
© Haidar Capital Management

Said Haidar positioniert sich nun um und sucht Kurzläufer und Anleihen mit mittlerer Laufzeit, weil die Fed seiner Ansicht nach den Märkten entgegenkommen und damit heuer noch drei Zinssenkungsschritte setzen wird. Das könnte Aktien und Credit noch einmal zu einer kurzen Blüte verhelfen, doch dann sollte der abwärtsgerichtete Konjunkturzyklus 2020 die Risk-On-Strategie scheitern lassen, meint der CEO von Haidar Capital Management. 

Renten werden bald sexy
"Sollte die Fed mit den Zinssenkungen beginnen, weil die Konjunktur stark nachlässt, dann wird das nicht ausreichen, um den Aktienmarkt so zu stützen, dass die Aktien nicht deutlich nachgeben", analysiert Haidar, der Asset von 550 Millionen US-Dollar aus New York heraus managt, im Bloomberg-Talk. Renten würden dann mit ihren fixen Kuponzahllungen das attraktivere Investment sein als Aktien mit unsicheren Cash Flows, die nach unten korrigiert werden müssten.     

Erfolgsformel: Finde die globalen monetären Wendepunkte!
Mit Long-Positionen in den USA, Südeuropa bis zu Australien konnte Haidars Jupiter Fund 33 Prozent nach Kosten im ersten Halbjahr verdienen, wie Bloomberg News von Informanten erfuhr. Damit outperformte Haidar, der selbst zu der Performance seines Fonds vornehm schweigt, seine Peer Group im Segment Global Macro, die in den ersten sechs Monaten 2019 im Schnitt 5,5 Prozent verdiente, wie der Hedgefonds-Datenprovider Eurekahedge mitteilt. Damit blieb Global Macro übrigens hinter den Aktien-Long-Fonds, die 10,6 Prozent Performance schafften, sowie Event-Driven und Trendfolgern zurück. 

Deflationsängste in den Korridoren der Zentralbanken
Eigentlich hätte die Fed kaum Grund dafür, die Zinsen zu senken angesichts der rekordtiefen Arbeitslosenrate, sagt Haidar. Aber der Ex-Quant von Lehman Brothers glaubt, dass die Fed den anderen großen Zentralbanken in Europa und Japan folgen werde, da unter den US-Notenbankern die Furcht vor einer globalen Deflation bestehe. "Die Fed hat schreckliche Angst vor dem, was in Japan und Europa schon passiert ist."

Zinssenkungspotential bei zweijährigen US-Treasuries geortet
Haidar erwartet eine Versteilerung der US-Treasury-Renditekurve mit nachgebenden Renditen etwa bei Zweijährigen, die eventuell von derzeit 1,83 Prozent auf unter ein Prozent fallen könnten. In Europa ist er nach wie vor bullish in Bezug auf längerfristige Anleihen, während eine andere Wette auf eine weitere Verflachung der Renditekurve in Australien und Neuseeland setzt.

Geldpolitische Impulse werden von Mal zu Mal schwächer​
Haidar ist neutral für Aktien seit den Schwierigkeiten in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China im Mai. Er sieht den S&P 500 bis auf 3.200 Punkte zum Jahresende hin steigen, ehe er gemeinsam mit Credit 2020 südwärts gehen sollte. Bis dato habe die Geldpolitik die Schwäche der ökonomischen Daten übertrumpfen können, aber die Antworten der Geldpolitik würden jedes Mal schwächer ausfallen. "Die Investoren traden, als ob das ausreichend wäre, um alle Assets weiter zu befeuern", gibt Haidar zu bedenken. (kb)

 

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