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Mackewicz & Partner: "Es gibt für Institutionelle keine Alternative zu den Alternativen"

Die in München ansässige Beratungsgesellschaft Mackewicz & Partner hat eine Blitzumfrage zum Thema "Alternative Investments" durchgeführt. In den 32 Interviews mit institutionellen Investoren ging es darum, deren Stimmung und Erwartung für 2011 in Bezug auf Alternative Investments aufzunehmen und daraus einen Ausblick abzuleiten. Dies geschah im Auftrag des Handelsblattes.

Die Interviews wurden relativ gleich verteilt mit Verantwortlichen für die Kapitalanlage von Vorsorgewerken, Pensionskassen und -fonds (31 Prozent), Versicherungen (28 Prozent), Family Offices und Stiftungen (25 Prozent) sowie Banken und Sparkassen (18 Prozent) geführt. 23 der Befragten - oder 72 Prozent - haben bereits Erfahrungen mit Alternatives gemacht. Überwiegend wurden Erfahrungen mit Private Equity (78 Prozent) einbekannt, gefolgt von Hedgefonds (30 Prozent), Infrastruktur (26 Prozent) sowie Real Assets (v.a. Wald und Forst, 17 Prozent).

Dabei zeigte sich, dass institutionelle Investoren mit dem Ergebnis ihrer Kapitalanlagen in 2010 im Bereich der alternativen Investments überwiegend zufrieden waren. Ein weiteres wichtiges Ergebnis ist die Tatsache, dass trotz der Rahmenbedingungen wie Solvency II oder die Schuldenkrise Europas, die das Bild ein wenig trüben, institutionelle Investoren verhalten optimistisch für Ihre Anlagen im Bereich der alternativen Investments sind.

Mackewicz"Den Investoren ist dabei bewußt, dass Alternative Investments zwar sehr zeit- und kostenintensiv sind. Diese leisten aber einen wichtigen Beitrag zur Gesamtrendite, auf den praktisch nicht verzichtet werden kann", führt Detlef Mackewicz (Bild links), geschäftsführender Gesellschafter von Mackewicz & Partner aus. "Wer einen Garantiezins von 4 Prozent erwirtschaften muss, der muss sich eben Gedanken machen, wie der Renditeverfall des Portfolios im Gefolge der Niedrigzinslandschaft gebremst werden kann."

Mackewicz weiter: "Ferner zeigte sich, dass Family Offices das größte Vertrauen in alternative Anlagen haben. Sie unterliegen keinen Konzernstrukturen oder Regulierungen öffentlicher Einrichtungen und können ihre Asset Allocation viel flexibler wählen als institutionelle Investoren." Während diese Investorengruppe auch schon längst ihr Augenmerk auf die Region Asien/Pazifik gerichtet hat, beginnen die institutionellen Investoren überwiegend erst jetzt damit, ihre alternativen Investments auf diese Region etwa im Private Equity-Segment auszudehnen.

Weiteres interessantes Detail am Rande: Die mit Due Diligence beschäftigten Abteilungen rechnen mit einer Marktkonsolidierung bei Fondsprodukten. Offensichtlich existiert ein Überangebot, das wohl in der Zukunft zur Bereinigung ansteht. (kb)

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