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Lyxor: Tektonische Verschiebung bei den Renditetreibern von Hegdefonds

Hedgefonds sind auf gutem Wege zu ihrem besten Jahr seit 2013: Der „HFRI Fund of Funds Composite Index“, eine sehr breit angelegte Benchmark, hat von Jahresanfang bis Ende Oktober 2017 um 6,8 Prozent zugelegt.

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Philippe Ferreira, Senior-Stratege bei Lyxor Asset Management
© Lyxor AM

"Der weniger breite Lyxor Hedge Fund Inde“, der sich ausschließlich aus liquiden alternativen Fonds zusammensetzt, stieg seit Beginn des Jahres um 4,7 Prozent per 7. November 2017. Sofern die robuste Performance im November und Dezember anhält, könnte 2017 sogar das beste Jahr für Hedgefonds seit 2009 werden", vermutet Philippe Ferreira. 

Zweigeteiltes Jahr bei Renditetreibern

Nach den beiden enttäuschenden Jahren 2015 und 2016 sind Hedgefondsrenditen in erster Linie durch die solide Aktienmarktentwicklung, das Ausbleiben von plötzlichen Kursschwankungen bei Vermögenswerten und nicht vorhandene Störungen am Anleihenmarkt bedingt. Unter dieser Oberfläche ließ sich im Laufe des Jahres allerdings eine Verschiebung bei den Renditetreibern beobachten.

Im ersten Halbjahr outperformten Event-Driven- und L/S-Equity-Fonds, ....

In der ersten Hälfte des Jahres 2017 verzeichneten Event-Driven- und L/S-Equity-Fonds eine Outperformance. Diese beiden Strategien weisen unter den Hedgefonds ein relativ höheres Beta auf (annähernd 0,4 in beiden Fällen, wenn man die Hedgefonds-Indizes der Credit Suisse in den letzten fünf Jahren vergleicht mit dem MSCI World – bezogen auf die Gesamtrendite mit USD-Absicherung).

.... im zweiten hingegen Global-Macro-Fonds und CTAs 

In der zweiten Jahreshälfte schneiden hingegen Global-Macro-Fonds und CTAs überdurchschnittlich ab. Diese Strategien weisen ein relativ niedrigeres Beta von 0,25 bzw. 0,15 unter Zugrundelegung des gleichen Zeitraums und derselben Indizes auf. 

Fazit

Die Performance der Hedgefonds war  im ersten Halbjahr stärker und im zweiten Halbjahr bislang weniger stark von Beta getrieben. Ferreira dazu: "Für die nächste Zeit sind wir von Global-Macro-Fonds weiter fest überzeugt. Diese Strategie hatten wir im Juni aufgestockt. Ihr vorsichtig optimistische Einschätzung von Aktien, eine defensive Haltung gegenüber Anleihen und eine Long-Positionierung im US-Dollar passen hervorragend in unser Szenario. Bei CTAs erhöhten wir die Strategie im September aufgrund verbesserter Trendfolgebedingungen, die an den Währungs- und Anleihenmärkten aber immer noch instabil sind, auf neutral. Schließlich geben wir Event-Driven-Strategien weiterhin den Vorzug vor L/S-Equity-Strategien. Die zunehmende Wahrscheinlichkeit einer Steuerreform in den USA wird für Event-Driven-Fonds voraussichtlich reichliche Anlagegelegenheiten bieten." (kb)

 

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