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Warum uns der Sektor „nicht-basiskonsumgüter“ in Europa gefällt

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Der Indikator für das Verbrauchervertrauen in der Eurozone zeigt zunehmenden Optimismus. Gleichzeitig steigen auch die Reallöhne, und die Kreditaufnahme von Haushalten. Von diesem Trend dürfte der Sektor Nicht-Basiskonsumgüter kurzfristig profitieren.

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Luftholen oder Trendwende? Investoren-Erwartungen bröckeln bereits ab

Während die derzeitige Einschätzung der konjunkturellen Lage „exzellent“ ist, verlieren die Erwartungswerte an Terrain. Das zeigt die jüngste Investorenbefragung des Behavioral-Finance-Spezialisten sentix für den vergangenen Kalendermonat. Ob das ein Zeichen für die Trendwende ist?

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Manfred Hübner, sentix: "Der sentix Konjunktur Gesamtindex für Euroland beendet seine Serie steigender Hochs und gibt im Dezember 2,9 Punkte ab."
Hinweis: Wie die Lage in Deutschland aussieht, sehen Sie auf der Folgegrafik: ->
 
© sentix

Die Konjunkturdynamik in Euroland erhält einen ersten Dämpfer. Zumindest bei der Erwartungshaltung. Das zeigen die neuesten Sentimentdaten von sentix Asset Management. Anders sieht es bei den Lagewerten für Euroland aus – diese verbessern sich um plus 0,7 Punkte auf 46,5 Punkte weiter. Das ist der beste Wert seit über zehn Jahren.

Fragezeichen tauchen auf
Abgesehen von einer kurzen Verschnaufpause im September 2017 lasse sich laut sentix eine stetige Verbesserung des Konjunkturumfeldes in 2017 für Euroland feststellen. „Dieser Indexwert ist hervorragend und entspricht exakt dem Stand von September 2007. Aus Sicht der befragten Investoren läuft es in Euroland demnach exzellent, der Blick in die Zukunft scheint aber erneut mit Fragezeichen belegt zu werden“, erklärt sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Für Sorgenfalten sorgt nämlich die Erwartungshaltung. Diese ist von 22,8 auf 16,8 Punkte zurückgegangen und hat dafür gesorgt, dass auch der Gesamtindex (Lage plus Erwartung) von 34,0 auf 31,1 Punkte sank.

„Der beachtliche Dynamikverlust in den Konjunkturerwartungen von 6,0 Punkten in den Dezember-Daten hatte wohl kaum ein Beobachter so auf der Rechnung. Die Anleger fragen sich, ob es in 2018 überhaupt noch besser laufen kann und stufen die Zukunftsperspektiven unter den Stand von September 2017 zurück. Der Gesamtindex für Euroland büßt deshalb 2,9 Punkte ein“, sagt Hübner.

Laut Hübner sei dieser Rückgang aber noch kein Beinbruch. Es wäre dann ein Problem, wenn hieraus ein neuer Trend entstehen würde. Zurückblickend hätten wir dann im November ein Top in der Konjunktur gesehen.

Politische Unsicherheit wirkt sich aus
Die zähe und immer noch fragliche Regierungs-Bildung in Berlin trägt nach Ansicht Hübners erheblich zum Dynamikverlust bei. Schließlich ist Deutschland eine der wichtigsten Lokomotiven der Konjunkturbelebung Eurolands und ein Garant von Stabilität.

Kann Deutschland in der neuen Regierungs-Konstellation noch seine jetzige Führungs-Rolle in Europa vollumfänglich wahrnehmen (Stichwort „potentielle Minderheitsregierung“) oder wird Deutschland und damit auch Europa in eiligen Fragen handlungsfähig? Diese wichtige und immer noch ungelöste Fragestellung drückt Hübners Einschätzung zu Folge die Wirtschaft im Moment noch beiseite. „Es brummt schließlich und wer möchte sich von dem politischen Hickhack ablenken lassen? Je mehr Zeit jedoch vergeht, desto mehr dürfte dieses Problem auch konjunkturelle Bremsspuren erzeugen“, warnt Hübner.

Wie die Investoren die konjunkturelle Lage in Deutschland, den USA und global einschätzen, können Sie der Bilderstrecke oben entnehmen. (aa)

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