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Londoner City will engere Finanzkooperation mit der EU

?Die Europäische Union und Großbritannien sollten nach Ansicht der Londoner City eine “ernsthaftere” Diskussion darüber führen, wie sie zur Stärkung beider Volkswirtschaften ihre Zusammenarbeit im Bereich der Finanzdienstleistungen ausbauen können.

© Iakov Kalinin / stock.adobe.com

Die Verbindungen zwischen den Finanzmärkten beider Regionen seien trotz Brexit-bedingter Verlagerungen weiterhin stark, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Report der City of London Corporation und des finanzindustrienahen Thinktanks New Financial, aus dem Bloomberg berichtet. Zwei Drittel der Euro-Derivate werden noch immer in London gehandelt. Die Regulierungsbehörden waren davon abgerückt, größere Teile des Marktes in die EU zu zwingen.

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Diese soll 2027 umgesetzt werden. Sie würde Nicht-EU-Banken daran hindern, Kredite in der EU zu vergeben, sofern sie keine lokalen Niederlassungen errichten. “Dies könnte potentiell Investitionen aus London zu einem Zeitpunkt abwürgen, an dem die Wirtschaft der EU stagniert und große zusätzliche Investitionssummen benötigt”, erklärte die City of London, das traditionelle Zentrum der britischen Finanzindustrie.

Annäherung in bestimmten Bereichen zehn Jahre nach dem Brexit gesucht
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hatte zuletzt begonnen, über eine “engere Angleichung” zwischen Großbritannien und dem europäischen Binnenmarkt zu sprechen. Sein Bestreben, das Brexit-Abkommen fast ein Jahrzehnt nach dem Referendum abzumildern, verstärkt eine wachsende Debatte in Großbritannien über die Bildung einer Zollunion mit der EU zur Belebung der britischen Wirtschaft.

Finanz- und verwandte Dienstleistungen beschäftigen in Großbritannien mehr als 2,5 Millionen Menschen und erwirtschaften nach Schätzungen von TheCityUK rund zwölf Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes. Das Wachstum der Branche sei seit dem Brexit-Votum stärker getroffen worden als andere Sektoren, zeigen offizielle Daten.

Gleichzeitig hat der Brexit den britischen Aufsichtsbehörden die Möglichkeit eröffnet, während der EU-Mitgliedschaft festgelegte Regeln umzuschreiben — etwa zu Bonusaufschüben und Anlegerdokumenten. Manche hochrangigen Vertreter Londons schätzen die größere Flexibilität Großbritanniens bei der Regelsetzung außerhalb der EU.

Zielkonflikte
“Wie immer gibt es einen Zielkonflikt”, sagte Miles Celic, Chief Executive Officer von TheCityUK. “Die EU ist nach den USA der zweitgrößte Markt für britische Finanzdienstleistungen, und eine engere Zusammenarbeit ist sinnvoll”, sagte Celic. Er fügte hinzu, dass Großbritannien durch einen Wiedereintritt in den Binnenmarkt oder eine Zollunion Handelsflexibilität gegen geringeren Spielraum bei der Gestaltung eigener Regeln und weniger Möglichkeiten für maßgeschneiderte Abkommen außerhalb Europas eintauschen würde. (kb)

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