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London: Europas wichtigster Fintech-Markt, deutsche Metropolen dabei

Laut Savills verzeichnete Europas Fintech-Branche zuletzt ein stark gestiegenes Investitionsvolumen: In den ersten drei Quartalen 2021 beliefen sich die Risikokapitalinvestitionen in dem Sektor auf 20,4 Milliarden Euro, verglichen mit 7,57 Milliarden Euro 2020 und 0,25 Milliarden Euro 2012.

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Arm, aber sexy - und dazu Nummer 3 unter den europäischen Fintech-Standorten: Berlin
© frank peters / stock.adobe.com

Der European Fintech Occupier Index von Savills, der sich aus den gewichteten Kategorien Demografie, Talente und Innovation, Unternehmensumfeld sowie Green Finance zusammensetzt, weist dabei die attraktivsten Städte für die Branche aus. Angeführt wird dieser auch 2021 vom Vorjahresspitzenreiter London. Amsterdam, das für grüne Finanzunternehmen zu einem beliebten Standort weltweit avanciert, konnte sich von Rang 10 im Vorjahr auf Platz 4 verbessern. Zudem rangieren gleich drei deutsche Städte in den Top 10: Während Berlin auf dem dritten Platz eine Position eingebüßt hat, konnten Hamburg und München mit Rang 9 und 10 in diesem Jahr zulegen.

Steigende Fintech-Akzeptanz geortet
Fintech-Unternehmen, die mit der Entwicklung neuer Technologien entscheidend zur Automatisierung von Finanzgeschäften beitragen, steigen zunehmend in der Gunst von Unternehmenskunden und sorgen für neue Impulse in der traditionellen Finanzdienstleistungslandschaft. Auch Verbraucher tragen zum Aufschwung der Branche bei: Laut PwC stieg in den vergangenen drei Jahren der Anteil der Europäer, die komplett auf digitales Banking umsteigen wollen, von 49 auf 62 Prozent.

Bürobedarf der Fintechs steigt
Dieser Aufschwung drückt sich auch in einer steigenden Büroflächennachfrage aus, wie das Beispiel Amsterdam zeigt. „In Amsterdam gibt es einige sehr große lokale Unternehmen mit internationaler Reichweite, darunter Zahlungsdienstleiser wie Mollie und Adyen, die ein rapides Wachstum verzeichnen, so dass sich ihr Büroflächenbedarf innerhalb nur weniger Jahre verdoppelt hat“, so IJsbrand Brunger, Head of Office Leasing bei Savills Niederlande. Unternehmen und Nutzer profitieren in Amsterdam im Vergleich zu weiteren Fintech-Städten in Europa von einer günstigen Spitzenmiete von 37,50 Euro/ m²; London (ca. 121 Euro/ m²), Paris (ca. 77 Euro/ m²) und auch Berlin (ca. 40 Euro/ m²) liegen preislich darüber.

Wenn es um grüne Finanzmärkte geht: Amsterdam ist London auf den Fersen
Laut dem Global Green Finance Index des Beratungsunternehmens Z/Yen ist Amsterdam zudem nach London der „zweitgrünste“ Finanzmarkt der Welt. Grüne Finanzierungen in den Bereichen erneuerbare Energien, Vermeidung von Umweltverschmutzung, Erhaltung von Biodiversität, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Ressourcennutzung gewinnen bei Unternehmen zunehmend an Bedeutung und spiegeln sich daher auch verstärkt in der Standortwahl wider. (kb)

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