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Lombard Odier: China kündigt signifikanten Richtungswechsel an

Der Portfoliomanager des LO Fund Asia Value Bonds bei Lombard Odier Investment Managers kommentiert Chinas Ankündigung eines wichtigen politischen Richtungswechsels hinsichtlich der Kreditlockerung. Diese Maßnahme könnte den Großteil des EMD-Segments beeinflussen.

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© gui yong nian / stock.adobe.com

Investoren in Schwellenländern, vor allem jene mit Emerging Market Debt (EMD)-Exposure, sollten dieser Tage besonders genau nach China schauen. „Unserer Ansicht nach bemühen sich die chinesischen Behörden die selbst auferlegte Kreditverknappung in China zu beenden“, sagt Dhiaj Bajaj, Portfoliomanager des LO Fund Asia Value Bonds.

In Kombination mit der jüngsten von den Behörden zugelassenen Abschwächung des Yuan, sei diese Lockerung laut Bajaj vermutlich eine Reaktion auf potenzielle Risiken, ausgelöst durch die Handelsspannungen mit den USA. Marktseitig rechnet Bajaj daher derzeit mit einem Rückgang chinesischer Unternehmensanleiherenditen, sowohl im Inland als auch in den Offshore-Märkten. „Dies dürfte unserer Ansicht nach positive Auswirkungen auf Anleihen in Asien und anderen Schwellenländern haben, wenn auch im geringeren Umfang – aufgrund der Größe und Relevanz Chinas für Fixed Income in Schwellenländern.“

Große Erwartungen
Basierend auf der Staatsratssitzung rechnet Bajaj in den kommenden Monaten mit einer konzentrierteren Geld- und Finanzpolitik der chinesischen Regierungsorgane. Es könnte eine weitere Lockerung der Liquidität geben, hervorgerufen durch Kreditprogramme sowie einer Reduzierung des Mindestreservesatzes für Banken. Außerdem erwartet Bajaj gezielte Maßnahmen zur Unterstützung der Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), höhere Emissionen von Anleihen lokaler Verwaltungen und Sonder-Staatsanleihen zur Unterstützung von Infrastrukturinvestitionen. Die Regierung könnte eine Änderung an der Wertpapierregulierung anstreben, um Finanzinstituten mehr Zeit zur Reduzierung der Schulden aus Schattenbankaktivitäten einzuräumen.

Der Umfang der Maßnahmen weist Bajajs Ansicht nach auf einen sowohl klaren als auch kraftvollen geld- und finanzpolitischen Richtungswechsel hin. Dies dürfte die Zuversicht der Kreditgeber, wie Banken, inländische Vermögensverwalter und globale Kapitalmarktinvestoren, stärken und sie dazu bewegen, wieder aktiver zu werden und die Finanzierungsbedingungen zu normalisieren. Positive Auswirkungen zeichnen sich bereits ab, denn die Anleihekurse erholen sich momentan nach einer Talfahrt. Außerdem öffneten die Primärmärkte Mitte Juli wieder für Emissionen. „Nach unserer Auffassung sollten die vergangenen sechs Monate den Tiefpunkt der Bewertungen asiatischer Unternehmensanleihen markieren“, erklärt Bajaj abschließend. (aa)

 

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