Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Intelligente Mobilität: Ein wichtiger neuer Trend, um neue Technologien kennenzulernen.

Ad

Die intelligente Mobilität umfasst ein ganzes Ökosystem von Unternehmen, vom Technologieunternehmen bis hin zum Dienstleistungssektor. Lesen Sie den Artikel von BNY Mellon Investment Management.  Ausschließlich für professionelle Kunden.

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Lockerung von Kreditstandards in USA bringen Risiken ins Finanzsystem

Axel Botte von Ostrum Asset Management befürchtet, dass die Lockerung von Kreditstandards in den USA Risiken ins Finanzsystem via Verbriefung exportiert.

botte_axel_ostrum-am_2018_hochformat.jpg
Axel Botte, Marktstratege beim französischen Investmenthaus Ostrum Asset Management
© Ostrum AM

In seinem aktuellen „Strategy Weekly“ äußert Botte die Einschätzung, dass die Fed wohl trotz des Einbruchs an den Aktienmärkten auch in ihrer Sitzung an diesem Donnerstag nicht von ihrem bisher kommunizierten Zinspfad abweichen wird.

Yellen wies auf Gefahren der Covenants-Lockerung bei Leveraged Loans hin 
Bottes Sorge ist jedoch, dass das US-Wachstum, das überproportional vom Zugang zu den Kreditmärkten abhängt, eigene Schwachstellen hat. Er verweist auf die ehemalige Fed-Präsidentin Janet Yellen, die Bedenken hinsichtlich der Lockerung von Kreditstandards und Covenants im Leveraged Loan-Geschäft öffentlich gemacht hat.

US-Banken verpacken ihre Schulden neu und schleusen sie ins Weltfinanzsystem ein
Botte: „Im gesamten US-Finanzsystem sind Schwächen zu erkennen, aber die Fed hat kürzlich beschlossen, die regulatorische Belastung für mittelgroße Bankinstitute zu verringern. Die Tatsache, dass die Banken inzwischen gut kapitalisiert sind, ist sicherlich zu begrüßen. Doch ein großer Teil dieser Schulden wird neu verpackt und über die Verbriefungskanäle andernorts verkauft. Es geht also nicht nur darum, wie Banken selbst ihre Risiken managen, sondern auch darum, welche Risiken sie im Finanzsystem schaffen“.

Risikoappetit an den US-Märkten nimmt wieder zu
Dass der Rückgang der Aktienkurse gestoppt worden sei, sei sicher auch auf Eindeckungen von Short-Kontrakten zum Monatsende zurückzuführen. Auch die Rückkehr von Aktienrückkäufen habe zur Marktstabilisierung beigetragen. Allein zwischen April und September haben laut Botte US-Unternehmen eigenen Aktien im Wert von 400 Milliarden US-Dollar zurückgekauft. Botte: „Der Stimmungsumschwung war in der vergangenen Woche spürbar: Die Versorgungsunternehmen blieben hinter den angeschlagenen zyklischen Sektoren zurück. Darüber hinaus könnte der nach den US-Halbzeitwahlen gespaltene Kongress das Risiko protektionistischer Maßnahmen verringern, die sich als starke Unterstützung für den US-Dollar erwiesen hatten. Während der Korrektur im Oktober spielte der Dollar seine Rolle als sicherer Hafen, aber externe Ungleichgewichte könnten eine weitere Aufwertung verhindern.“

Duration long bei US-Treasuries auf kurze Sicht empfohlen
In Bezug auf die Rentenmärkte empfiehlt Botte bei einer aktuellen Rendite von 3,2 Prozent kurzfristig eine Long-Positionierung in Duration von US-Treasuries. Botte: „Unsere Modelle gehen davon aus, dass der Fair Value für zehnjährige Treasuries derzeit 3,13 Prozent  beträgt. Die Straffung der Geldpolitik begünstigt zwar nach wie höhere Renditen, zumal ein Zinsschritt im Dezember nicht voll­ständig eingepreist ist. Allerdings hat sich die ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im vergangenen Monat abgeschwächt, und die Inflation der Erzeugerpreise könnte weiter sinken.“ (kb)

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen