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Liqid, Robo-Berater der Quandt-Familie, sucht Kapitalgeber in London

​Der Berliner Robo-Berater Liqid Investments GmbH, ist derzeit in London auf der Suche nach Kapitalgebern und hat dafür Rothschild & Co angeheuert. Das sagte Christian Schneider-Sickert, CEO und Mitbegründer des Unternehmens im Interview mit Bloomberg News.

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Christian Schneider-Sickert, CEO von Liquid
© Liquid

"Es kann sein, dass wir in unserer aktuellen Finanzierungsrunde beispielsweise ein oder zwei Family-Offices aus dem europäischen Ausland an Bord holen, um unsere digitale Vermögensverwaltung künftig auch außerhalb Deutschlands anzubieten", erklärte Schneider-Sickert. Hinter dem vor zwei Jahren gegründeten Unternehmen steht neben Project A Ventures und Dieter von Holtzbrinck Ventures unter anderem auch HQ Trust, das Multi Family Office der Millionärsfamilie Harald Quandt. Von diesem stammen auch einige der Anlage-Strategien von Liqid.

Private-Equity-Fonds für Nicht-Institutionelle
Was das genau heißt, zeigt sich an einem zweiten Private-Equity-Fonds, den Liqid vor kurzem aufgelegt hat. Während Anlagen in solche Fonds wegen hoher Mindestsummen normalerweise eher institutionellen Investoren vorbehalten sind, können Kunden des Robo-Beraters bereits ab 200.000 Euro einsteigen. Dies ist möglich, da die Anteile parallel mit HQ Trust gezeichnet werden. Schneider-Sickert zufolge hat der Fonds ein Ziel-Volumen von 50 Millionen Euro, wobei schon jetzt 20 Millionen Euro eingesammelt worden seien. "Er wird wohl größer werden", sagte er. Einen ersten Private-Equity-Fonds hatte das Unternehmen auf Grund hoher Nachfrage vorzeitig geschlossen. Als potenzielle Kunden für sein Unternehmen bezeichnete der CEO jene Menschen, deren Vermögen "für die Bank an der Ecke zu groß und für die klassische Privatbanken zu klein ist".

Fintechs holen sich erst zwei Prozent vom Kuchen
Die hochgerechneten direkten Erträge der in Deutschland im Privatkundengeschäft tätigen Fintechs für 2017 summieren sich auf 800 bis 900 Millionen Euro, zeigte eine Studie des Beraters Oliver Wyman GmbH Anfang Mai. Im Vergleich zum für Banken verbleiben Ertragspool im deutschen Privatkundengeschäft in Höhe von rund 53 Milliarden Euro würden diese mit weniger als zwei Prozent allerdings noch sehr bescheiden ausfallen.

500 Millionen Assets als nächstes Ziel
Anlagen sind bei Liqid grundsätzlich ab 100.000 Euro möglich, etwa in Aktien und Anleihen. Derzeit verwaltet das Unternehmen etwa 260 Millionen Euro. "Bis zum Ende des Jahres könnten es unter den aktuellen Bedingungen 500 Millionen Euro sein. Sollten wir Kooperationen eingehen, erreichen wir diese Marke vielleicht auch schneller", sagte Schneider-Sickert.

Scalable Capital bereits bei einer Milliarde 
Ende Mai hatte der Robo-Advisor Scalable Capital erklärt, 28 Monate nach Markteintritt bereits mehr als eine Milliarden Euro zu verwalten. Als wichtigen Wachstumstreiber nannte das in München und London ansässige Fintech die seit September 2017 bestehende Kooperation mit der ING-DiBa. Rund 20.000 Kunden der Bank hätten über 500 Millionen Euro bei Scalable angelegt.

Liquid holt bald zum nächsten Schlag aus
Derzeit arbeiten für Liqid rund 35 Mitarbeiter, hinzu kommen die Investment-Strategen bei HQ Trust. Depotbank ist die Deutsche Bank. Künftig will Liqid neben Private-Equity-Fonds auch noch andere alternative Investments anbieten. Dazu zählen beispielsweise Real Estate und Private Debt. Schneider-Sickert: "Wir schauen uns das derzeit genau an. Wir werden da wahrscheinlich noch in diesem Jahr an den Start gehen." (kb)

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