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LGT rechnet mit "wohlwollenden" Notenbanken

Die Konjunkturerholung verläuft in den meisten Ländern überdurchschnittlich dynamisch. Diese positive Einschätzung scheint vorerst allerdings eingepreist, während sich die Inflation als potentielle Spielverderberin gemeldet hat. LGT hat taktisch entsprechend reagiert.

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Die meisten Volkswirtschaften dürften in diesem und im nächsten Jahr deutlich über ihrem Potential wachsen – allen klar vorausgehend die USA
© lgt

Die globale wirtschaftliche Erholung ist laut LGT "in vollem Gange. Die Impfkampagnen gegen COVID-19 gewinnen an Zugkraft und die Regierungen lockern allmählich die Lockdowns – wenn auch nicht ohne Rückschläge, wie die jüngsten Entwicklungen in Asien und Grossbritannien zeigen. Regionale Unterschiede gibt es aber auch bei der wirtschaftlichen Entwicklung. So zeigen dank den schnellen und großzügigen geld- und fiskalpolitischen Reaktionen auf den Ausbruch von COVID-19 im vergangenem Jahr insbesondere die westlichen Volkswirtschaften eine bemerkenswerte Dynamik. Tatsächlich dürften die meisten Volkswirtschaften in diesem und im nächsten Jahr deutlich über ihrem Potential wachsen – allen klar vorausgehend die USA. Für die Anleger hat sich der Fokus längst auf die Zeit nach der Pandemie verlagert, was sich in einer grundsätzlich positiven Marktstimmung reflektiert."

Inflation als Wild Card
Zuletzt ist allerdings die Inflationsdynamik vermehrt in den Vordergrund gerückt. Die Performance der breiteren Marktindizes spiegelt diese Entwicklung laut LGT im Allgemeinen wider: "Anlageklassen und Sektoren, die von der Reflation profitieren, haben im bisherigen Jahresverlauf Überrenditen erwirtschaftet. In jüngster Zeit sind die US-Verbraucherpreisindizes in die Höhe geschnellt. Dies ist mehrheitlich auf Basiseffekte im Energiebereich, starke Nachfrage nach Wohnimmobilien und Engpässe in den globalen Lieferketten zurückzuführen. Obwohl diese Effekte vorübergehender Natur sind, besteht die Möglichkeit, dass die Ära der niedrigen Inflationsraten aus der Zeit vor der Pandemie nicht wiederkehrt."

Wohlwollen
Vor dem Hintergrund der "wohlwollend finanzierungserleichternd kooperierenden Zentralbanken könnte sich die aufgestaute Verbrauchernachfrage in Verbindung mit den hohen staatlichen Investitionsausgaben als stark und dauerhaft genug erweisen, um auch mittelfristig für ein anhaltend inflationäres Wachstum zu sorgen. Als ein entscheidender Faktor für eine nicht-gutartige Inflationsentwicklung gilt das Entstehen einer Lohn-Preis-Aufwärtsspirale – und bisher ist die Dynamik hier verhalten. Daher dürften die Zentralbanken von einer vorzeitigen Straffung der Geldpolitik vorerst absehen. Ein Zurückfahren der Ankäufe von Vermögenswerten und letztlich Zinserhöhungen dürften also wohl erst dann in Betracht gezogen werden, wenn die diversen Volkswirtschaften Vollbeschäftigung erreichen können", so die Analyse der Liechtensteiner. (hw)

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