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LBBW: Erwartungen hellen sich erneut massiv auf

Das Research der LBBW nimmt die jüngst vom Ifo-Institut veröffentlichen, steigenden Geschäftsklima-Zahlen genauer unter die Lupe, warnt aber vor möglichen, negativen Entwicklungen im Herbst.

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© Chansom Pantip

Im Takt der Frühindikatoren ging es im Juni auch für das Ifo-Geschäftsklima deutlich aufwärts, berichtet das Resarch der LBBW: Der Index rückte von rev. 79,7 auf 86,2 vor. Das entspricht fast genau dem Stand von März (86,0). Der letzte "coronafreie" Indexstand vom Februar des Jahres liegt immerhin noch rund zehn Punkte höher. Der Lageindex verbesserte sich von 78,9 auf 81,3. Besonders stark hellten sich indes die Erwartungen auf. Hier ging es von rev. 80,5 auf 91,4 nach oben. Darin zeigen sich laut LBBW deutlich die positiven Folgen der Lockerung für die deutsche Wirtschaft - die zudem von einer ähnlichen Entwicklung in den Nachbarländern und Handelspartnern profitierte. Das Ifo-Institut kommentierte laut LBBW das Ergebnis recht zuversichtlich mit dem Satz: "Es geht wieder aufwärts."

Warnung vor der zweiten Welle
Im Grunde dürfte und könnte es nach Einschätzung der LBBW in den kommenden Monaten so weitergehen - im Takt der Lockerungen. Der Wirtschaft dürfte es rasch möglich sein, in den Fabriken die Produktion hochzufahren, auch Schulen, Läden und Restaurants haben wieder geöffnet.

Allerdings ist bislang anzunehmen, dass auch mit einem günstigen weiteren Verlauf in Sachen gesamtwirtschaftlicher Leistung das Niveau der Vor-Corona-Zeit so schnell nicht erreicht werden dürfte. Denn weiterhin unterliegen alle Aktivitäten, in denen viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, Einschränkungen. Bis zu einer vollständigen Genesung der Konjunktur dürfte es daher noch dauern.

Die Ereignisse in den Landkreisen Gütersloh und Warendorf zeigen zudem, dass schon ein einziger größerer Infektionsherd die zuvor erreichten Fortschritte in einer größeren (sozialen) Umgebung ausradieren kann. "Die Gefahr einer zweiten Welle ist offensichtlich noch nicht gebannt, und nach wie vor bedarf es großer Disziplin und Anstrengung aller Beteiligten, der Covid-19-Pandemie Herr zu werden", schließt die LBBW ihre Analyse. (aa)

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