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LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert: Korrektur, aber keine Wende bei Aktien

Die im Rahmen des Januar-US-Arbeitsmarktberichts stärker als erwartet gestiegenen Lohnkosten führten zu Inflationssorgen und dienten als Auslöser der jüngsten Aktienmarktkorrektur. Steigende Anleiherenditen gelten gemeinhin als „Gift für Aktien“, doch ist dem wirklich so?

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LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert ist auch Leiter des LBBW Research.
© LBBW

"Obwohl die Inflationserwartungen seither trotzdem nur wenig zulegten, schnellten die Anleiherenditen markant nach oben. Da steigende Anleiherenditen allgemein als „Gift für Aktien“ gelten, bekamen die Anleger „kalte Füße“ und trennten sich von ihren Dividendenpapieren", analysiert der Ökonom.

Renditen steigen - Aktien meist auch

Empirisch lasse sich allerdings nicht nachweisen, so Burkert weiter, dass steigende Renditen „Gift für Aktien“ seien. Im Gegenteil: Temporär hätten es die Kurse in diesem Umfeld zwar schwer, in Summe legten sie jedoch meistens zu. Wichtig sei dabei allerdings, dass der Renditeanstieg nicht primär Reflex einer ausufernden Inflation, sondern vor allem einer verbesserten Konjunktur sei, welche meist mit steigenden Unternehmensgewinnen einhergehe. "Da ich für 2018 mit einem nochmals leicht höheren Welt-BIP-Wachstum rechne als für 2017, sehe ich Letzteres als gegeben an und erwarte daher weiter steigende Gewinne", sagt Burkert.

Gründe für eine Trendwende fehlen

Auf Schlusskursbasis gab der S&P 500 im Rahmen seiner jüngsten Korrektur gut zehn Prozent nach und sank damit genau so stark wie im Median aller vorausgegangenen Korrekturen seit 1988. Seit seinem Allzeithoch sind allerdings erst vier Wochen vergangen. Da die vorausgegangenen Korrekturen im Median jedoch mehr als zwei Monaten brauchten, könnte es noch etwas dauern, bis der Spuk wirklich vorüber ist und die Anleger wieder zur Tagesordnung übergehen, gibt Burkert zu bedenken. Überdurchschnittlich lang und/oder heftig fielen die Korrekturen in aller Regel nur dann aus, wenn entweder die Gewinne einbrachen (z.B. Finanzkrise) oder dies anfänglich zumindest stark befürchtet wurde (z.B. Euro-Schuldenkrise), extreme politische Unsicherheit bestand (z.B. Kuwait- oder Russlandkrise) oder die Bewertungen zuvor extrem heiß gelaufen waren (z.B. Dotcom-Krise).

Corporate Earnings dürften weiter steigen, daher keine Trendwende, sondern Korrektur

"Im Unterschied zu den heimischen Märkten, die im Hoch nur leicht überdurchschnittlich bewertet waren, waren US-Aktien zuletzt tatsächlich teuer, wenngleich nicht in dem extremen Ausmaß wie vor dem Platzen der Dotcom-Blase. Die Kombination aus weiter aufwärts revidierten Gewinnen und gedrückten Kursen relativierte dieses Problem jedoch", so Burkerts Analyse. US-Aktien seien zwar immer noch alles andere als günstig, hätten sich inzwischen jedoch deutlich von ihren Bewertungshochs gelöst, und das Kurs-Gewinn-Verhältnis des DAX sank zuletzt sogar unter seinen historischen Median. "Daher gehe ich davon aus, dass die Korrektur, sowohl was ihr Ausmaß als auch ihre Länge anbelangt, begrenzt bleibt und die Märkte ihren Aufwärtstrend danach wieder aufnehmen werden", lautet Burkerts Résumé. (kb)


 

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