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Langfristige Pensionskassen-Performance ist trotz Corona-Krise positiv

Die beiden österreichischen Pensionskassen APK und VBV teilen sich die Spitzenplätze 2020 in der Alpenrepublik. Eine langfristige Betrachtung beweist die Risikotragfähigkeit des Systems und zeigt gute Ergebnisse, sagt Mercer. Bei den Vorsorgekassen liegen über fünf Jahre auch VBV und APK voran.

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Michaela Plank, Expertin für betriebliche Altersvorsorge bei Mercer Österreich
© Mercer IC

Die Gesamtperformance der überbetrieblichen Pensionskassen lag für das Jahr 2020 bei 2,33 Prozent. In einer aktuellen Analyse der überbetrieblichen Pensionskassen für das pandemiegeschüttelte Jahr 2020, die das Beratungsunternehmen Mercer durchgeführt hat, belegte die VBV-Pensionskasse drei erste Plätze. Sie meisterte das schwierige Marktumfeld in folgenden Anlagekategorien am besten: „defensiv“ (2,52 Prozent), „aktiv“ (3,86 Prozent) sowie „dynamisch“ (5,82 Prozent), der Kategorie mit dem höchsten Aktienanteil. Die APK Pensionskasse führt das Ranking in der „konservativen“ Kategorie mit 4,19 Prozent und in der „ausgewogenen“ Kategorie mit 4,37 Prozent an.

In den fünf Anlagekategorien holt die VBV drei, die APK zwei erste Plätze
Das Jahr 2020 war auch für die Anlageexperten der Pensionskassen ein herausforderndes Jahr. Nach dem massiven Einbruch im März galt es durch gut aufgestelltes Risikomanagement und zeitkritische richtige Entscheidungen die Markterholung mitzunehmen und entsprechende taktische Anpassungen im Portfolio vorzunehmen. Nicht alle Pensionskassen konnten den Marktaufschwung entsprechend mitnehmen. Die Bandbreite der Performance der offenen VRGn (Rechnungskreise) ist sehr weit – sie liegt im ausgewogenen Segment zwischen 4,19 Prozent und -1,23 Prozent.

Marathon, kein Sprint
Letztendlich zählt aber natürlich in der Pensionskassenlandschaft die langfristige Performance, nachdem die Sicherung der Alterspensionen im Fokus steht. Die Portfolios werden über Jahrzehnte aufgebaut und hier zeigt sich eine deutlich positive Performance der überbetrieblichen Pensionskassen.

Zehn-Jahres-Vergleich
Im langfristigen Vergleich der überbetrieblichen Pensionskassen über einen Zeitraum von zehn Jahren ergibt sich folgendes Bild:
- Kategorie „defensiv“: VBV (3,14 Prozent)
- Kategorie „konservativ“: APK (4,17 Prozent)
- Kategorie „ausgewogen“: ALLIANZ (4,65 Prozent)
- Kategorie „aktiv“: ALLIANZ (4,74 Prozent)
- Kategorie „dynamisch“: VBV (4,99 Prozent)

„Die Pensionskassen sind es gewohnt, mit Volatilitäten am Markt, also Schwankungen, die immer wieder auftreten, umzugehen“, erläutert Mag. Michaela Plank, Expertin für betriebliche Altersvorsorge bei Mercer Österreich. „Wie die langfristige Betrachtung zeigt, funktioniert das System über die Anlagezeiträume, die für die Altersvorsorge wichtig sind.“

Kombination mehrerer Säulen zur Alterssicherung unumgänglich
Daher sei es von enormer Wichtigkeit, so Plank weiter, dass das Bekenntnis zur Absicherung des Lebensstandards im Alter, wie im Regierungsprogramm festgehalten, aufrechterhalten werde. Durch die Corona-Krise sei dieses Bekenntnis etwas in den Hintergrund gerutscht, aber an der verstärkten Einbeziehung der zweiten und dritten Pensionssäule zur nachhaltigen Sicherung des heimischen Pensionssystems müsse dringend festgehalten werden, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Die Finanzierungslücken im staatlichen System würden Österreich noch vor eine große Herausforderung stellen. Eine Kombination der Pensionssäulen sei auf lange Sicht unausweichlich. Die Forderung zur Schaffung steuerlicher Anreize zur Festigung der zweiten und dritten Säule bleibe also bestehen.

Vorsorgekassen: akzeptable Ergebnisse aufgrund des volatilen Marktumfeldes
Vorwiegend positive Performanceergebnisse können die Betrieblichen Vorsorgekassen im Jahr 2020 vorweisen. Die VBV-Vorsorgekasse erzielte als bester Anbieter eine Performance von 2,89 Prozent. Auf den Rängen zwei und drei liegen APK mit 1,84 Prozent sowie die BONUS VG 2 mit 1,72 Prozent. Im Durchschnitt aller Vorsorgekassen lag die Rendite bei 1,37 Prozent. Die Gesamtbandbreite liegt zwischen 2,89 Prozent und -0,32 Prozent, das heißt, auch hier gibt es analog zur Pensionskassenanlage sehr große Unterschiede am Markt. Im fünfjährigen Vergleich liegt die APK mit 2,51 Prozent vor der VBV mit 2,40 Prozent sowie der NOEVK mit 2,04 Prozent. (kb)

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