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Kontraindikator: Fondsmanager-Umfrage zeigt "irrationalen Überschwang"

Fast jeder zweite Fondsmanager findet Aktien mittlerweile zu teuer. Trotzdem wir weiter gekauft. Nach einer Umfrage der Bank of America Merrill Lynch ist die Anlegerwelt derzeit irrational euphorisch. Institutionelle Investoren sollten daher überlegen, eine konträre Position einzugehen.

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© Fotolia

Bei Investoren zeigen sich Anzeichen für "irrationalen Überschwang", geht aus einer aktuellen Umfrage der Bank of America Merrill Lynch unter 178 Fondsmanagern hervor. Die Portfolio-Profis sind derzeit rekordverdächtig risikofreudig, die Bargeld-Bestände ihrer Fonds liegen so niedrig wie zuletzt vor vier Jahren. Für Investoren sollte das ein Warnzeichen sein. Bei Fragen zu ihren Investments und ihrer Einschätzung der künftigen Marktentwicklung äußerten sich die Asset Manager nämlich verdächtig widersprüchlich.

Laut Umfrage hält fast die Hälfte der Vermögensprofis Aktien für überbewertet. Darüber hinaus betrachten 23 Prozent von ihnen Unternehmen global als überschuldet. Dennoch hat fast die Hälfte der befragten Asset Manager Aktien zuletzt übergewichtet. Das ist die stärkste Übergewichtung seit April 2015. Bei Hedgefonds liegt die Aktienquote sogar auf einem Elf-Jahres-Hoch. Rund 18 Prozent der Befragten sind bei der Gestaltung ihres Portfolios zuletzt höhere Risiken eingegangen.

Eurozone und Schwellenländer besonders beliebt
Besonders gefragt sind Dividendenpapiere aus der Eurozone, die 47 Prozent der Befragten in ihren Portfolios übergewichtet haben. Aktien aus den Schwellenländern gewichten 43 Prozent der Fondsmanager über. US-Aktien spielen für sie dagegen eine geringere Rolle als noch vor einem Monat. Um britische Dividendentitel machten die Anlageprofis einen Bogen: Hier sind 37 Prozent der Fondsmanager untergewichtet. (fp)

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