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Kommalpha zu Fondsquoten von Versicherungen, Pensionseinrichtungen

Versicherungen und Pensionseinrichtungen sind die mit Abstand größten Investorensegmente im deutschen Asset-Management-Markt. Die Summe der Finanzaktiva beträgt per Ende 2021 3.293 Milliarden Euro. Investmentfonds und insbesondere Spezialfonds sind dabei deutlich dominierende Anlageformen.

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Clemens Schuerhoff
© Kommalpha

Kommalpha hat im Rahmen einer umfassenden Analyse die Vermögensverhältnisse von Versicherungen und Pensionseinrichtungen im Zeitraum 2005 bis Ende 2021 untersucht. Neben der Analyse der fünf wesentlichen Positionen der Finanzaktiva wird ein besonderer Blick auf Fondsinvestments mit dem Schwerpunkt auf Spezialfonds geworfen. Weiterhin werden Expertenmeinungen zu brisanten Thesen rund um die verbindlichkeitsorientierte Kapitalanlage dargestellt. 

Pensionseinrichtungen mit größten Wachstumsraten der Finanzaktiva
Die Summe der Finanzaktiva von Versicherungen und Pensionseinrichtungen beträgt per Ende 2021 3.293,4 Milliarden Euro und hat sich in den letzten 16 Jahren um über 1.659 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Pensionseinrichtungen sind dabei das Investorensegment mit den in Relation größten Wachstumsraten der Finanzaktiva. Investmentfondsanteile sind mit 1.364 Milliarden Euro und einem Anteil von über 41 Prozent die deutlich dominierende Anlageform der Finanzanlagen der gesamten Betrachtungsgruppe. Die Entwicklung der Fondsquote ist dabei eindrucksvoll. Sie stieg von 22 Prozent per Ende 2005 um 1.008 Milliarden Euro. Im Vergleich dazu ist der Bestand der zweitgrößten Position Schuldverschreibungen in Höhe von 529 Milliarden Euro fast schon bescheiden.

Lebensversicherungen sind die größte Anlegergruppe in Investmentfonds
Ihr Volumen beträgt 656 Milliarden Euro und entspricht einem Anteil von 48 Prozent des Gesamtbestands an Investmentfonds. Pensionseinrichtungen folgen auf Platz zwei mit 464 Milliarden Euro und einem Anteil von 34 Prozent. Nicht-Lebensversicherungen schließen sich mit 227 Milliarden Euro an. Für Rückversicherungen spielen Investmentfonds kaum eine Rolle. Die Bedeutung von Investmentfonds an den jeweiligen Finanzaktiva ist sehr unterschiedlich. Die Fondsquote ist bei Pensionseinrichtungen mit über 67 Prozent mit Abstand am höchsten.

Spezialfonds: Versicherer sind größte Investoengruppe
Bei Versicherungen als größter Anteilseignergruppe im Spezialfondsmarkt scheinen die goldenen Zeiten von sehr hohen Nettomittelaufkommen allerdings vorbei zu sein, wenn sich der Trend der letzten vier Jahre fortsetzt. Im Rekordjahr 2015 sammelten Spezialfonds von Versicherungen noch 52,3 Milliarden Euro netto ein, im Jahr 2021 dagegen magere 13 Milliarden Euro. „Unsere Analyse zeigt weiterhin auf, dass Versicherungen seit 2018 auf Jahressicht extrem viel Liquidität aus Spezialfonds entzogen haben.“ stellt Clemens Schuerhoff, Vorstand von Kommalpha, fest. „Diese findet sich in Allokationen außerhalb des Spezialfondsmantels wieder oder wird für betriebliche und bilanzielle Zwecke eingesetzt,“ kombiniert Schuerhoff.

Das Nettomittelaufkommen von Altersvorsorgeeinrichtungen als zweitgrößte Investorengruppe im Spezialfondsmarkt befindet sich dagegen seit Jahren auf hohem Niveau mit steigender Tendenz. Das Jahr 2021 stellt das Rekordjahr hinsichtlich der Cashflows dar.

Expertenmeinungen zu progressiven Thesen eingeholt
Neben der umfassenden Analyse der Bestands- und Transaktionsdaten der Finanzaktiva wurden Expertenmeinungen zu bewusst progressiven Thesen eingeholt. Einigkeit besteht in dem Aspekt, dass verbindlichkeitsorientierte Investoren in der kommenden Dekade ernsthafte Probleme bekommen, auskömmliche Renditen zu erwirtschaften. Hinsichtlich der Sprengkraft und Fragilität der Kapitalanlagen herrscht eine geteilte Meinung der Befragten. Die Gefahr von „Stranded Assets“ durch Cashflows in ESG-Investments wird nicht als signifikant eingeschätzt, ebenso wenig wie die Gefahr einer Implosion von Bilanzstrukturen und einer großen Auszahlungsphase in rund zehn Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung. Unter dem Strich herrscht Zuversicht.

Das Ergebnisdokument umfasst rund 100 Seiten und stellt die genannten Sachverhalte sowie viele weitere Auswertungen detailliert dar. Es kann kostenfrei auf www.kommalpha.com  heruntergeladen werden. (kb)

 

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