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Kollateralschaden? Weltgrößte Reederei vom Handelskrieg angeschlagen

AP Moeller-Maersk A/S wird es in diesem Jahr wohl schwer haben, einen Gewinn zu erzielen, nachdem die USA und China in einen Handelskrieg abgerutscht sind, der der größten Reederei der Welt schaden dürfte.

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© katy_89 / stock.adobe.com

Die dänische Maersk mit Sitz in Kopenhagen hat schon vieles in ihrer  Unternehmensgeschichte ausgehalten. Nun hat man in diesem Jahr bereits fast ein Drittel seines Marktwerts eingebüßt (siehe Grafik), da sich Investoren auf weitere schlechte Nachrichten einstellen.

Handelsprotektionismus bedeutet schlichtweg weniger Nachfrage
Die Geschichte legt nahe, dass die Schifffahrtsindustrie sich schwer tut, notwendige  Angebotskürzungen vorzunehmen. Außerdem ist Maersk der Schifffahrt stärker ausgesetzt, da das ehemalige Konglomerat sein Energiegeschäft veräußert. Per Hansen, Investmentökonom bei Nordnet in Kopenhagen, sagt, Maersk befinde sich derzeit "im Auge des Hurrikans", wenn es um den Schaden geht, der durch einen Handelskrieg verursacht wird. Er schätzt, dass die Aktien des Unternehmens um mindestens 10 Prozent fallen könnten.

Bad News für den Aktienkurs
Maersk stelle sich schon auf eine schwache Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte ein angesichts der - wie die Gesellschaft sagte - saisonalen Effekte. Das Unternehmen hat in dieser Woche bereits angekündigt, dass es seinen Dienst zwischen Asien und Nordeuropa vorübergehend zurückfahren muss.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Bewertungen von Maersk in den kommenden Monaten auf den tiefsten Stand sinken werden, da die Anleger die Schifffahrsaktien meiden werden, bis mehr Überkapazitäten abgebaut werden", sagte Corrine Png, CEO und Gründer von Crucial Perspective, einem in Singapur ansässigen Research-Anbieter mit Schwerpunkt Transport, gegenüber Bloomberg.

Weniger chinesische Exporte nach Nordamerika treffen Maersk
"Maersk ist mit einem Marktanteil von 15 Prozent das zweitgrößte Transportunternehmen auf der Handelsroute Fernost-Nordamerika. Daher werden die rückläufigen chinesischen Exporte in die USA die finanziellen Ergebnisse von Maersk in Zukunft belasten", sagte Png.

Erste Analysten ziehen nach
Eine Reihe von Analysten hat kürzlich den Ausblick für Maersk gesenkt. Kepler Cheuvreux reduzierte in der vergangenen Woche sein Kursziel um neun Prozent auf 12.000 Kronen. Jefferies senkte das Kursziel um zwölf Prozent auf 11.500 Kronen. Von den 28 Analysten, die Maersk abdecken, empfiehlt nur einer den Kunden, die Aktie zu verkaufen. Der Rest empfiehlt entweder Kaufen oder Halten der Maersk-Aktie, wie aus von Bloomberg zusammengestellten Daten hervorgeht. (kb)

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