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Klaus Kaldemorgen: "Das wäre nicht zu stemmen"

Managerlegende Klaus Kaldemorgen gibt sich in einem Interview mit dem Handelsblatt besorgt über die Lage in Italien. Allerdings glaubt er nicht an einen Zusammenbruch der Eurozone – und auch seine Zuversicht in Aktien hat er nicht verloren.

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 DWS-Starmanager Klaus Kaldemorgen hat dieProbleme gewittert und sich rechtzeitig von italienischen Staatsanleihen getrennt.
© DWS

Wenn der Begriff "Urgestein" der Fondsbranche auf eine Person zutrifft, dann sicher auf Klaus Kaldemorgen. Der DWS-Fondsmanager ist seit 1982 im Geschäft und hat damit viele Höhen und Tiefen an den Märkten hautnah mitverfolgen dürfen. Im Moment sieht der Experte wieder ein sehr großes Risiko für die Finanzmärkte: Und das heißt Italien, wie er in einem Interview mit dem "Handelsblatt" berichtet.

"Die Lage ist explosiv. Italien hat eine hohe Verschuldung, die Wirtschaft wächst so schwach wie nirgendwo sonst in der Eurozone, der gesamte Euroraum kühlt sich konjunkturell ab, und die EZB steigt aus dem Anleihekaufprogramm aus", so Kaldemorgen. Das sei ein giftiger Cocktail. Und dann stehen dem Land in diesem Jahr auch noch Neuwahlen ins Haus.

Europa kann die italienischen Schulden nicht stemmen
Der Fondsmanager ist besorgt, da die Lage in Italien wesentlich schlimmer sei als damals in Griechenland. "Die Beträge, die hier im Feuer stehen, sind um ein Vielfaches höher", zitiert ihn das Handelsblatt. Griechenland habe gerettet werden können. "Die italienischen Schulden dagegen kann Europa nicht stemmen. Und ein Entgegenkommen mit Hilfsprogrammen wäre Wählern kaum zu verkaufen."

Kaldemorgen selbst hatte die aktuelle Situation offenbar "gewittert". Nach eigenen Angaben verkaufte er italienische Staatspapiere mit kurzer Laufzeit, die sein Fonds Deutsche Concept Kaldemorgen als Bargeldersatz gehalten hatte und die ungefähr ein Zehntel des Portfolios ausgemacht hatte, rechtzeitig vor dem Beginn der Krise. Aber auch wenn er besorgt ist über die Lage in dem südeuropäischen Land, kann er sich nicht vorstellen, dass Italien die gemeinsame europäische Währung in den Abgrund ziehen wird.

Aktienquote bleibt bei 40 Prozent
Der Experte wird aber sich zudem trotz der gegenwärtigen Risiken, zu denen neben Italien auch die Handelspolitik der USA oder die Lage in der Türkei  zählen, nicht von Aktien abwenden. Er belässt die Aktienquote in seinem Fonds bei den 40 Prozent: "Das ist besser, als Experimente mit Anleihen zu machen. Man muss einfach die günstigen Gelegenheiten suchen. Die finde ich beispielsweise bei bekannten russischen Aktien mit Dividendenrenditen von fünf Prozent," sagte er dem Handelsblatt. (jb)

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