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Kepler Fonds über "kostenlosen" Inflationsschutz

Ein Manager von Kepler Fonds weist darauf hin, dass inflationsgeschützte Anleihen derzeit keinen Aufpreis aufweisen und damit Investoren ein günstiges Chancen-/Risikoverhältnis vorfinden.

Heimo Flink, Kepler Fonds
Heimo Flink, Kepler Fonds
© Erwin Wimmer / Kepler Fonds

Der Krieg in der Ukraine hat insbesondere in Europa Stagflationssorgen - also eine stagnierende Wirtschaft bei gleichzeitig stark steigenden Preisen - ausgelöst. Die Sorgen vor noch höheren Inflationsraten, weiter steigenden Rohstoffpreisen und der Versorgungssicherheit hat sich insgesamt erhöht, rekapituliert der Fondsmanager und Inflationsexperte Heimo Flink vom österreichischen Vermögensverwalter Kepler Fonds.

Fakten vs. Wahrnehmung
"Das Hauptszenario für Kepler Fonds bleibt trotz der sichtbaren Preisanstiege und der Sorgen um Stagflation, dass die Inflation wieder deutlich sinken wird – wahrscheinlich sogar unter das vom Markt derzeit eingepreiste Niveau", merkt Flink an. Durch die Verwerfungen am Energiemarkt in Folge des russischen Angriffes auf die Ukraine werde das nur etwas später
passieren. Auch Themen wie das schrumpfende Arbeitskräfteangebot, die Rückholung von Lieferketten oder „Greenflation“ unterstützen die Preisanstiege und können dazu führen, dass das mittelfristige Niveau vermutlich etwas höher sein wird als zuletzt angenommen.

Das Fondshaus aus Linz stützt seine Aussagen auf die Entwicklung der Einkaufsmanager-Indizes. Sie befinden sich in der Eurozone unverändert im expansiven Bereich. Die Marktteilnehmer haben zwar ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone gesenkt, erwarten aber 2,8 Prozent für 2022. Hinsichtlich der Preissteigerungen liegt die Erwartung für 2022 bei 6,5 Prozent. Merklich angestiegen ist in den letzten
Monaten auch die Prognoseunsicherheit.

Inflationsschutz zum Nulltarif?
Erstaunlich ist laut Flink, dass die Absicherung der Inflationsunsicherheit bei den derzeitigen Kursniveaus für inflationsgeschützte Anleihen nichts kostet: "Wir nutzen diesen Gratisschutz vor dem für uns weniger wahrscheinlichen Szenario, dass die Inflation doch noch länger nicht zurückkommen sollte. Innerhalb unseres Einzeltitelfonds für inflationsgeschützte Anleihen
haben wir zuletzt die Duration verkürzt - im Gegensatz zu unserer zuletzt antizyklisch etwas angehobenen und nun neutralen Duration-Positionierung bei EUR-Papieren."

Mit dem Anstieg der Inflation und der gleichzeitig tiefen, wenngleich zuletzt deutlich gestiegenen nominellen Renditen, sind die realen Pendants immer noch auf historisch
tiefen Niveaus. "Sollten die nominellen Renditen mittelfristig weiter leicht steigen, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass dies durch einen Anstieg der Realrenditen passiert. Die kürzere Duration im Fonds sollte dann diesen Effekt abschwächen", merkt Flink abschließend an. (aa)

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