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Keine Korrelation zwischen Regierungspartei und Aktienmarktperformance

Von der vorübergehenden Aufregung im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in den USA sollten sich Anleger nicht abschrecken lassen, raten die Strategen des US-Investmenthauses Principal Global Investors (PGI).

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Seema Shah, Chefstrategin von Principal Global Investors (PGI)
© Principal Global Investors

Das Team um Chefstrategin Seema Shah zeigt in historischen Auswertungen, dass Anleger Rendite liegen lassen, wenn sie sich im Vorfeld von Wahlen aus den Märkten zurückziehen oder gar nur bei einer bestimmten politischen Konstellation investieren.

An der Seitenlinie zu stehen, kostet langfristig Performance
„Letztendlich war es nur sehr selten eine erfolgreiche Strategie, die Volatilität im Zuge der Wahlen von der Seitenlinie aus abzuwarten“, sagt PGI-Chefstrategin Seema Shah. Politisch getriebene Investitionsentscheidungen ergeben Shah zufolge ohnehin keinen Sinn: „Unsere Analysen zeigen, dass es keine statistisch signifikante Korrelation zwischen der amtierenden Partei und der Aktienmarktperformance gibt.“

Keine statistisch signifikante Korrelation zwischen Partei und Performance
Nach Ansicht von Shah schafft der polarisierende Wahlkampf in Verbindung mit den Folgen der Pandemie die perfekten Voraussetzungen für Unsicherheit und Volatilität. Aber: „Während an den Urnen schwierige Entscheidungen getroffen werden, sollte für Investoren die Entscheidung, wie sie ihr Portfolio vor den Wahlen positionieren, viel einfacher sein. Denn keines der potentiellen Wahlergebnisse ist ein Grund, sich gegen die fundamentalen Triebkräfte des Marktes zu stellen.“

Fundamentale Triebkräfte des Marktes 
Zu diesen zählt Shah etwa die einfachen Finanzierungsbedingungen für Unternehmen, angetrieben durch eine historisch lockere Geldpolitik, sowie die reichliche Liquidität, die als wichtigste Stütze für die Märkte fungiere. Shah: „Investoren sollten bedenken, dass weder die politische Partei im Weißen Haus noch die Mehrheit im Kongress die Richtung der Federal Reserve ändern wird.“

"Augen zu und durch"
Wenn man über die Wahl hinausblicke, gebe es zwar einige strukturelle Probleme, die einen gewissen Einfluss auf die Märkte haben könnten und deren Beachtung sich lohne. Shah hebt insbesondere die Beziehungen zwischen den USA und China, die mögliche Regulierung von Big Tech sowie die Frage, wie das wachsende US-Defizit bezahlt werden kann, hervor. Unter dem Strich bleibt Shah aber bei ihrem Fazit: „Investiert bleiben und den Lärm vorüber ziehen lassen.“ (kb)

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