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Kay-Peter Tönnes: Warum die US-Märkte wieder "the place to be" sind

Der Gründer und Geschäftsführer von Antecedo Asset Management sieht den US-Aktienmarkt auf dem Weg zu einer neuen Rekordrally – wenn auch auf Kosten der heimischen Währung. Rückenwind gibt die jüngst Einigung im Zollstreit, aber auch die Hoffnung auf expansivere Zentralbankpolitik.

Kay-Peter Tönnes, Antecedo Asset Management
Kay-Peter Tönnes, Antecedo Asset Management© Christoph Hemmerich / Institutional Money

"Beim Handelsabkommen mit der EU sei es dem amerikanischen Präsidenten eindrucksvoll gelungen, die Kräfteverhältnisse zugunsten der USA zu verschieben", schreibt Kay-Peter Tönnes, Gründer und Geschäftsführer von Antecedo Asset Management, in einer aktuellen Markteinschätzung.

Militärische Macht verschafft Verhandlungsstärke
Trump hat Tönnes zufolge vermutlich mehr erreicht, als er ursprünglich beabsichtigt hatte. Und die EU habe nicht mehr bekommen als die Aussicht, dass es nicht noch schlimmer kommt. Dabei wäre die EU-Kommission durchaus auf einen ökonomischen Schlagabtausch vorbereitet gewesen, glaubt der Vermögensverwalter. „Doch das Risiko, dass Donald Trump die Auseinandersetzung auf nicht-wirtschaftliche Bereiche wie die NATO-Mitgliedschaft der USA ausweitet, war letztlich zu groß.“

Tönnes’ Bewertung des Zoll-Deals lautet: „Die EU ist als Tiger gesprungen und als Kätzchen gelandet.“ Vor diesem Hintergrund hat der Antecedo-Stratege auch nicht die Erwartung, dass die EU entschieden gegen die Praktiken der US-Tech-Konzerne vorgeht. „Ein solches, anti-amerikanisches Verhalten‘ würde höchstwahrscheinlich sofort die Aufkündigung der erreichten Vereinbarung durch die US-Regierung nach sich ziehen.“

Lockere Geldpolitik könnte US-Aktienmarkt pushen
Hinzu komme, dass sich immer stärker abzeichnet, dass die Trump-Administration auch ihren Einfluss auf die amerikanische Notenbank ausweiten wird. „Vielleicht nicht sofort, aber langfristig sollte dies zu einer lockereren Geldpolitik der Fed führen, als wir es aus der Vergangenheit gewohnt sind. Dies stellt zwar ein erhebliches Risiko für die amerikanische Währung dar, weshalb wir bei Anlagen in den USA zu einer Währungssicherung raten. Für die US-Aktienmärkte könnte dies jedoch der Treibstoff für ganz neue Höhen sein“, erklärt Tönnes.

Pessimismus für den Alten Kontinent
Seiner Auffassung nach biete der amerikanische Aktienmarkt perspektivisch deutlich höhere Kurschancen als der europäische – zumal Europa insgesamt weiterhin keine überzeugenden Reformschritte erkennen lasse. „Zwar sprechen vor allem die niedrigeren Bewertungen für die europäischen Märkte, doch in einer dynamischen Welt dürfte das allein nicht ausreichen“, erklärt Tönnes abschließend. (aa)


Über Antecedo Asset Management:
Antecedo Asset Management ist der Spezialist für risikokontrollierte Geldanlage. Ziel des 2006 gegründeten Vermögensverwalters ist es, durch fortschrittliches Risikomanagement überlegene und unverwechselbare Anlagestrategien zu schaffen, die in ihrem jeweiligen Segment zur Spitze gehören. Hohe Kundenzufriedenheit und messbarer Mehrwert für den Kunden steht im Zentrum der Unternehmensphilosophie. In den von Antecedo Asset Management verwalteten Fonds, Mandaten und Strategien mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 4 Mrd. Euro kommen mehrstufige und langjährig erprobte Risikomanagementsysteme zum Einsatz. Diese sollen die Risiken in Abwärtsphasen deutlich begrenzen, bei gleichzeitiger Partizipation an Aufwärtsphasen an den Kapitalmärkten. Ziel ist ein deutlich verbessertes Risiko-Rendite-Verhältnis, dass Anleger so nicht am Markt erhalten können.

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