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Jupiters Ariel Bezalel: "Anleihen-Bullenmarkt noch lange nicht vorbei"

Die US-Notenbank mutet den Finanzmärkten zu viel zu, befürchtet Ariel Bezalel von Jupiter Asset Management. Um für mögliche Verwerfungen gerüstet zu sein, rät der Fondsmanager zu Investments in mittel- bis langfristige US-Staatsanleihen.

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Ariel Bezalel, Jupiter Asset Management: "In einem verletzlichen Markt ist Vorsicht unsere oberste Devise."
© FONDS professionell

Ariel Bezalel, Chef der Anleihenstrategie bei Jupiter Asset Management und Manager des Jupiter Dynamic Bond Fund, rät institutionellen Investoren derzeit zu einer sehr konservativen Allokation ihrer Vermögenswerte.

Die Finanzmärkte seien volatiler geworden, vor allem weil die Zentralbanken allmählich Liquidität aus den Märkten saugen. "Das geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem sich die USA wohl in einer späten Phase des Konjunkturzyklus befinden", schreibt Bezalel in einem aktuellen Marktkommentar. "Die Straffung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed, das reduzierte Anleihenkaufprogramm der EZB, steigende Libor-Sätze und weniger Geldmengenwachstum machen sich in der globalen Wirtschaft bemerkbar."

Mutet die Fed den Märkten zu viel zu?
Bisher habe die Fed ihre Geldpolitik sehr bedächtig gestrafft. "Angesichts des soliden US-Wachstums und womöglich wachsenden Inflationsdrucks dürfte sie das Tempo in der zweiten Jahreshälfte aber anziehen", erwartet Bezalel. Die Notenbank plane, ihre Bilanz im Jahr 2018 um beinahe eine halbe Billion US-Dollar zu schrumpfen. "Ich denke, dass dies, in Kombination mit weiteren Zinserhöhungen, zu viel für den Markt sein wird", so der Rentenfondsmanager.

Er bezweifelt, dass es der Fed gelingen wird, die Zinsen nach zwei geplanten Schritten in diesem Jahr auch 2019 weiter anzuheben, ohne Verwerfungen an den Finanzmärkten zu provozieren, die sich wiederum negativ auf das globale Wachstum auswirken würden. "Ganz zu schweigen von den von den USA angezettelten und sich intensivierenden Handelskonflikten, die der IWF jüngst zu einem der Hauptrisiken für das globale Wachstum und die Vermögenspreise erklärte", gibt Bezalel zu bedenken.

Das globale "Wachstumsbild" präsentiere sich gemischter als 2017, so der Portfoliomanager. In vielen asiatischen Volkswirtschaften habe sich das Wachstum infolge der geldpolitischen Straffung Chinas abgekühlt, und in Deutschland seien die Auftragseingänge der Industrie vier Monate in Folge zurückgegangen.

Bei Unternehmensanleihen "äußerst selektiv" vorgehen
"Daher bin ich der Ansicht, dass der Anleihen-Bullenmarkt noch lange nicht vorbei ist", folgert Bezalel. Er verweist unter anderem auf die sehr flache US-Renditekurve. "Darüber hinaus bildet die Kombination aus hohen weltweiten Verschuldungsniveaus, demografischer Entwicklung und disruptiven Technologien einen von niedrigerem Wachstum und niedrigerer Inflation geprägten Anlagehintergrund."

Im aktuellen Umfeld sei eine "konservative Vorgehensweise" sinnvoll, rät Bezalel. "Sie sollte in mittel- bis langfristigen US-Staatsanleihen allokieren und äußerst selektiv bei Unternehmensanleihen vorgehen. In einem verletzlichen Markt ist Vorsicht unsere oberste Devise." (bm)

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