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Jupiter AM: Weshalb Gold- und Silberminenaktien jetzt kaufenswert sind

Einen Platz an der Sonne für Gold- und Silberminenaktien erwartet der Head of Strategy Gold and Silver bei Jupiter Asset Management und empfiehlt bei diesen Werten ein höheres Exposure - trotz oder gerade wegen eines derzeitigen "widersinnigen Anti-Gold-Goldlöckchen-Szenarios".

Ned Naylor-Leyland, Jupiter Asset Management
Ned Naylor-Leyland, Jupiter Asset Management
© Jupiter AM

Der Gedanke, etwas zu kaufen, wenn es am wenigsten gefragt ist und wenn die Stimmung völlig verpufft ist, widerspricht dem menschlichen Instinkt. Dennoch kann eine solche Entscheidung sehr sinnvoll sein, wenn es darum geht, vielversprechende Anlagemöglichkeiten auszuwählen, erklärt Ned Naylor-Leyland, Head of Strategy Gold and Silver bei Jupiter Asset Management. In seinem aktuellen Marktkommentar führt er aus, warum er eine solche Chance bei Gold- und Silberminenaktien im Laufe des dritten Quartals 2022 sieht.

"widersinniges Anti-Gold-Goldlöckchen-Szenario"
Gold und Silber sind Währungsabsicherungen, so die Theorie. Bei einigen Währungen ist dies offensichtlich; man denke nur an die Goldpreise der türkischen Lira oder des brasilianischen Real, erinnert Naylor-Leyland. Bei der "Leitwährung" sei dies jedoch weniger offensichtlich, und eine der offensichtlichen Fragen der Anleger lautet: Wenn die Inflation steigt und die Zinssätze niedrig sind, müsste der Goldpreis doch eigentlich in die Höhe schnellen?

Die Realität sieht Naylor-Leyland zufolge jedoch so aus, dass diese beiden Metalle auf dem Terminmarkt und nicht auf dem Front-End-Markt gehandelt werden, und zwar in allen Währungen. Auf dem Terminmarkt gehen die Anleger nach wie vor davon aus, dass sich die derzeitige Inflation auflösen wird und alle versprochenen Zinserhöhungen rechtzeitig erfolgen werden. "Man könnte dies als eine Art widersinniges Anti-Gold-Goldlöckchen-Szenario bezeichnen", merkt Naylor-Leyland an.

Minenaktien notieren 50 Prozent unter ihren Höchstständen
In den letzten zwei Monaten wurden die beiden monetären Metalle abgestraft, da die Fed immer weitere Zinserhöhungen versprochen und gleichzeitig darauf bestanden hat, dass die Inflation aufgrund dieser Maßnahmen zurückgehen würde. Die zugehörigen Gold- und Silberminen haben kapituliert und die längerfristigen Anleger sind laut Ansicht Naylor-Leylands geflohen.

Die Stimmung sei nun wieder auf einem Tiefpunkt angelangt, und selbst die qualitativ hochwertigsten Gold- und Silberminen und Erschließungsanlagen werden zu günstigen, niedrigen NAV-Multiplikatoren gehandelt. Gold- und Silberminengesellschaften notieren jetzt 50 Prozent unter ihrem Höchststand vom August 2020 und sind auf einem Niveau, das zuletzt erreicht wurde, als Gold unter 1400 US-Dollar je Unze gehandelt wurde.

"Wir haben eines der schlechtesten Quartale der letzten Zeit für diese volatile Anlageklasse erlebt. Doch ein größerer politischer Fehler und eine anschließende Wende scheinen in greifbarer Nähe zu liegen. Wenn die US-Notenbank von einer hawkischen zu einer gemäßigten Haltung wechselt, dürften diese ungeliebten Aktien in erster Linie profitieren. Darüber hinaus befindet sich der Goldpreis noch immer in Reichweite seiner Allzeithochs, was sicherlich eine echte allgemeine Bewegung in Richtung dieses Teilsektors in Gang setzen könnte", hält Naylor-Leyland fest.

Goldpreise gemessen in GBP, EUR und JPY nach oben ausgebrochen
Die derzeitige extrem negative Stimmung gegenüber Goldminenaktien wird durch ihre extreme Empfindlichkeit gegenüber Bewegungen der zugrunde liegenden Spotpreise für Gold und Silber, gemessen in US-Dollar, noch verstärkt. Vor diesem Hintergrund sollten sich Investoren ansehen, wo sich die Kassapreise derzeit befinden.

Zwei Beobachtungen stechen Naylor-Leyland dabei ins Auge: Erstens sind die in GBP, EUR und JPY gemessenen Goldpreise bereits in eine neue höhere Handelsspanne ausgebrochen, und nur der Goldpreis in US-Dollar hinkt noch hinterher und wartet auf eine Bestätigung. Dies sei eine Folge der Dollar-Stärke an den globalen Devisenmärkten.

Zweitens, und das ist für den gesamten Sektor natürlich noch wichtiger, fiel der Goldpreis im April dieses Jahres zum dritten Mal seit 1980 unter die wichtige technische Marke von 2100 US-Dollar. Da der Goldpreis seit mehr als 40 Jahren unter seinem inflationsbereinigten Höchststand von 2100 US-Dollar geblieben ist, sind die Goldanleger die einzigen, die realistischerweise sagen können, dass sie in ihrer Anlegerlaufbahn noch nie einen echten Bullenmarkt erlebt haben. Dies gilt umso mehr für Gold- und Silberminenaktien, die empfindlich auf Mittelflüsse reagieren und neue Marktteilnehmer brauchen, um sich mit Nachdruck zu bewegen, schreibt Naylor-Leyland.

Jede Anlageklasse hat ihren Platz an der Sonne
Das erste Mal, dass der Goldpreis versucht hat, den wahren Höchststand von 1980 zu durchbrechen, war im Jahr 2011. Er versuchte es erneut im Jahr 2020 und ein drittes Mal in diesem Jahr, bevor die immer noch drohende Lawine von Zinserhöhungen durch die Fed angekündigt wurde.

"Die gute Nachricht ist, dass weder die Dollar-Stärke noch die offensichtliche Unfähigkeit, die Marke von 2100 US-Dollar je Unze zu überschreiten, ewig anhalten können. Jede Anlageklasse hat ihre Zeit, ihren Platz an der Sonne, auch Gold- und Silberminenaktien. Wenn die US-Notenbank erkennt, dass die endlosen Zinserhöhungen, mit denen sie die Verbraucher- und Kreditmärkte überschwemmt, eine harte Landung zur Folge haben, bieten Gold- und Silberminenaktien unserer Meinung nach eine erstklassige Chance", schreibt Naylor-Leyland abschließend. (aa)

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