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Julius Bär: Marktschwäche schafft Einstiegschancen

Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran bleiben hoch und eröffnen eher Chancen für Trader als für langfristige Anleger. Trotzdem kann es sich lohnen, in Phasen der Marktschwäche gezielt umzuschichten, empfehlen zwei bekannte Julius Bär-Experten.

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Eckpunkte:

  • Aktienbörsen sind derzeit "politische Börsen" und sehr volatil
  • Für Langfristinvestoren ermöglichen Kursrücksetzer jedoch gute Einstiegsgelegenheiten

Die geopolitische Lage und jene an den Finanzmärkten bleibt höchst unübersichtlich und begünstigt vorerst weiterhin eher Trader als langfristige Anleger. Vor diesem Hintergrund bleibt die Einschätzung von Christian Gattiker, Head of Research, und Mathieu Racheter, Head of Equity Strategy Research, bei Julius Bär, unverändert: Die aktuelle Phase erfordert nach wie vor eher Vorsicht als Mut. Geduld ist der Schlüssel. Gattikers und Racheters wichtigstes Szenario geht weiterhin von einem kurzlebigen, aber intensiven Anstieg der Energiepreise aus, auch wenn sich noch zeigen muss, ob sich die Weltwirtschaft und insbesondere die Energiemärkte strukturell stärker verändert haben als ursprünglich erwartet.

Günstigere Bewertungen
Was sich im Vergleich zur Zeit vor drei Monaten verbessert hat, ist laut Gattiker und Racheter der Einstiegspunkt: "Mehrere unserer bevorzugten Aktienmärkte außerhalb der USA haben deutlich korrigiert, was unsere positive Haltung gegenüber Japan, Deutschland, der Schweiz und den Schwellenländern bestärkt. Diese bieten attraktivere Bewertungen und ein besseres Gleichgewicht zwischen zyklischer Erholung und strukturellen Wachstumstreibern."

In der Zwischenzeit können Gattiker und Racheter zufolge Anleger die aktuelle Volatilität nutzen, um ihre „Einkaufsliste“ für Risikoanlagen zu verfeinern: "Wir heben weiterhin Chancen in Japan und den Schwellenländern hervor, neben Engagements in bevorzugten Sektoren wie Finanzwerten und Gesundheitswesen."

Mit Blick auf die Zukunft hängt vieles davon ab, ob sich der derzeitige geopolitische Nebel zu lichten beginnt. "Wenn die Eskalation begrenzt bleibt und eine globale Rezession und/oder eine ausgewachsene Ölkrise vermieden werden kann, empfehlen wir, Phasen der Marktschwäche zu nutzen, um selektiv in Nicht-US-Aktien und hochwertige Titel umzuschichten", erklären Gattiker und Racheter abschießend. (aa)

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