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J.P. Morgan: Weltweiter Liquiditätsanstieg stützt Aktien und Anleihen

Die Notenbanken werden noch lange Zeit eine extrem lockere Geldpolitik fahren müssen, um weltweit wachsende Verschuldungsniveaus zu unterstützen, schreibt J.P. Morgan. Das schiebe die Liquidität und die Notierungen von Aktien- und Anleihen an, so die Bank in einer aktuellen Research Note.

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Geldspritzen der Notenbanken treiben die Verschuldung in die Höhe.
© Björn Wylezich / stock.adobe.com

“Mehr Schulden, mehr Liquidität, mehr Reflation von Vermögenswerten”, lautet die Schlussfolgerung der Strategen um Nikolaos Panigirtzoglou. Sie prognostizieren für dieses Jahr einen Anstieg der weltweiten Verschuldung um 16 Billionen US-Dollar, was die Kredite des privaten und des öffentlichen Sektors zusammen bis zum Jahresende auf ein Rekordhoch von 200 Billionen US-Dollar treiben würde.

Bald 200 Milliarden US-Dollar an öffentichen und privaten Schulden auf der Welt
Das werde zu höheren Sparquoten, einer sehr akkommodierenden Zentralbankpolitik und mehr Bargeld im System führen. Der größte Teil davon dürfte in den globalen Aktienmarkt fließen, hieß es in dem Report, aus dem Bloomberg News zitiert. “Erhöhte Cash-Bestände sorgen für eine starke Unterstützung für Non-Cash-Vermögenswerte wie Anleihen und Aktien”, schreiben die Strategen. Angesichts der derzeit niedrigen Anleiherenditen werde „der größte Teil dieser Liquidität letztendlich in Aktien investiert, da der Bedarf an Vorsorgesparen mit der Zeit nachlässt“.

Liquidität regiert
Geldmengenentwicklung in den USA geht deutlich stärker als früher nach oben

Der Anstieg der globalen Liquidität während der Coronavirus-Krise hat laut J.P. Morgan viel schneller als während des Abschwungs 2008 stattgefunden. Die gesamte Geldschöpfung könnte bis Mitte nächsten Jahres 15 Billionen US-Dollar oder mehr überschreiten, da die quantitative Lockerung auf einem überdurchschnittlichen Niveau weitergehe, so die Strategen.

In den USA ist die Geldmenge M2 in diesem Jahr bisher um drei Billionen Dollar auf 18,4 Billionen Dollar gestiegen, zeigen von Bloomberg zusammengestellte Daten der Federal Reserve. (kb)

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