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J.P. Morgan sieht nach Corona-Schock mehr Mut bei Vermögenden

Einige Privatbanker in Deutschland bekommen offenbar wieder mehr zu tun, nachdem sich Vermögende wegen der Coronakrise viele Wochen lang mit Anlagen zurückgehalten hatten. Jetzt werden sie wieder mutiger und kehren in den Markt zurück.

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Håkan Strängh ist seit April 2009 Managing Director und Leiter der Private Bank von J.P. Morgan für Deutschland. Bevor er zu J.P. Morgan kam, war er 16 Jahre als Senior Private Banker bei Goldman Sachs in Frankfurt beschäftigt, wo er über 9 Jahre den Bereich für die Betreuung größerer Privatvermögen aufbaute.
© J.P. Morgan Deutschland

“Wir beobachten wieder eine steigende Investitionstätigkeit deutscher Kunden”, sagte Håkan Strängh, Leiter Private Banking bei J.P. Morgan in Deutschland, gegenüber Bloomberg. Noch bis in den Juni hätten die Kunden eine abwartende Haltung eingenommen. Panikverkäufe seien aber nicht zu beobachten gewesen, auch wenn einige ihre Anlagen zugunsten von Barmitteln liquidiert hätten.

Zuversicht nimmt zu
Ein verstärktes Interesse würden vermögende Deutsche dabei für Investitionen in Private Equity oder Direktbeteiligungen an Unternehmen zeigen. “Sicherlich, weil die Bewertungen infolge der Pandemie niedriger sind”, sagte Strängh. “Zudem sind Private-Equity-Investitionen nicht so stark von der Marktvolatilität betroffen, die oft mit börsennotierten Titeln einhergeht.“

Herausfordernde Branche
Laut J.P. Morgan gibt es in Deutschland rund 2.000 Einzelpersonen und Familien mit einem Vermögen von mehr als 100 Millionen Euro. Diese Gruppe nimmt Strängh ins Visier. Zuletzt hatte er zwei weitere Beraterinnen für das Private Banking in Frankfurt angestellt, eine davon kam von der Commerzbank. Er hofft, trotz Coronakrise das verwaltete Vermögen in diesem Jahr steigern zu können.

Geringes Wachstum deutscher Vermögen
Das dürfte herausfordernd sein. Laut Global Wealth Report 2020 der Boston Consulting Group könnte das Vermögen der Deutschen durch die Pandemie deutlich langsamer wachsen als zunächst gedacht. Im besten Fall gehe es bis 2024 voraussichtlich um 4,2 Prozentpunkte pro Jahr auf 9,5 Billionen Dollar nach oben, im schlimmsten Fall sei indes nur mit 2,5 Prozentpunkten zu rechnen.

Laut Strängh konzentriert sich der Appetit der deutschen Kunden momentan auf Bereiche, die das Wachstum im nächsten Jahrzehnt ankurbeln dürften. “Darunter die digitale Transformation, Innovationen im Gesundheitswesen und Nachhaltigkeit”, sagte er. (kb)

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