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J.P.-Morgan-AM-Stratege: "Demografie ist wichtiger Indikator"

Unter dem Eindruck der jüngsten Krise werden die Stimmen lauter, die von einer grundsätzlichen Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgehen. Im Interview erklärt Tilmann Galler, globaler Marktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, warum er diese Sichtweise nicht teilt.

Tilmann Galler
Tilmann Galler, J.P. Morgan AM: "Wir wollten uns und unseren Kunden Klarheit darüber verschaffen, wie das neue Niveau der Kurse und ein aktuell extrem verändertes Umfeld sich in Bezug auf die Renditeerwartungen über den Zehn- bis 15-Jahres-Horizont, den wir bei der Erarbeitung unseres Langzeitausblicks zugrunde legen, hinweg auswirken werden."
© Manjit Jari/J.P. Morgan AM

Seit rund einem Vierteljahrhundert erstellen die Spezialisten von J.P. Morgan Asset Management ihren Langfristausblick auf die Ertragserwartungen für die verschiedenen Segmente der internationalen Kapitalmärkte. Aber das, was sich in jüngster Zeit dort abgespielt hat, hatten offenbar auch die Experten des US-Hauses noch nicht erlebt. Sonst wäre es nicht zum ersten Mal innerhalb von 24 Jahren zu einer Aktualisierung der Prognose gekommen, die das Unternehmen in den "Long-Term Capital Market Assumptions" zusammenfasst.

In Bezug auf die Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate könne man schon von einer dramatischen Entwicklung sprechen, erklärt Tilman Galler, globaler Marktstratege von J.P. Morgan Asset Management, im Interview für die neueste Magazinausgabe von FONDS professionell. Immerhin sei es ungemein rapide abwärts gegangen mit den Kursen an den internationalen Kapitalmärkten. Die Geschwindigkeit, in der die Notierungen nach unten gerauscht sind, habe man nicht einmal in der Krise von 1987 erlebt, und schon gar nicht in der Finanzkrise von 2008, als die Kurse sich zwar auch deutlich nach unten bewegt haben, aber über einen sehr viel längeren Zeitraum.

Daher habe das US-Haus seine Langfristerwartungen überarbeitet, nicht zuletzt auch, weil viele Anleger einfach extrem verunsichert von der Entwicklung gewesen seien. Aber Galler betont im Gespräch auch, die Entwicklung während der Krise habe die ursprünglich im November 2019 aufgestellten Langfristprognosen seines Hauses nicht komplett über den Haufen geworfen. (hh)

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