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J.P. Morgan AM: Inflationsrisiken nehmen weiter zu

Die Teuerungsraten sind derzeit historisch hoch. Anleger können dennoch entspannt bleiben, meint J.P. Morgen-Experte Tilmann Galler.

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© noskaphoto / stock.adobe.com

Die Inflation springt derzeit von einem Rekordhoch zum nächsten: Für November erwartet das Statistische Bundesamt eine Inflationsrate von 5,2 Prozent, die höchste seit 29 Jahren. Vermögensexperte Tilmann Galler von J.P. Morgan mahnt Anleger dazu, die Risiken einer strukturell höheren Inflation im Blick zu haben. "Die Zentralbanken wiegeln zwar ab, dass der aktuelle Inflationsschub nur temporärer Natur ist", sagt Galler – "es stellt sich aber dennoch die Frage, ob dieser Optimismus der Zentralbanken gerechtfertigt ist." 

Viele Faktoren sprechen derzeit dafür, dass die Teuerung langfristig und nicht zyklisch ist, betont der Finanzprofi. Zum einen seien die steigenden Energiepreise dafür verantwortlich: "Hohe Energiepreise werden uns wahrscheinlich vorerst erhalten bleiben", erwartet Galler. Das gilt für derzeitige Angebotsengpässe nicht. Vieles spricht aus Sicht des Finanzexperten dafür, dass Lieferengpässe etwa bei Halbleiterin nicht dauerhaft sind. Die Industrie habe bereits im laufenden Jahr ihre Produktionskapazitäten ausgeweitet, weswegen sich im Jahr 2022 die Teuerung zum Beispiel bei Automobilen wieder verlangsamen dürfte. 

Größte Inflationsgefahr geht vom US-Arbeitsmarkt aus 
Weiterhin problematisch dürfte allerdings die Situation auf dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt sein. Hier droht eine Lohn-Preis-Spirale, befürchtet Galler. US-Unternehmen haben aufgrund des wirtschaftlichen Auftriebs nämlich zunehmend Schwierigkeiten, ihren Personalbedarf zu decken, was wiederum die Gehälter treibt. Sollte der Ölpreis allerdings in den kommenden zwölf Monaten weitestgehend stabil bleiben, könnte sich die Inflation moderat entwickeln. Auch ein Rückgang der Lieferengpässe würde für einen gemäßigten Anstieg der Teuerung sprechen.  

Trotzdem könnte der Nachfrageüberhang auf dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt dafür sorgen, dass "trotz nachlassender Inflationsdynamik in den nächsten zwölf Monaten die Risiken einer strukturell höheren Inflation überwiegen", meint Galler. Sein Tipp: "Im Portfolio bieten reale Vermögenswerte wie Aktien und Immobilien den besten Schutz gegen eine strukturell höhere Inflation." (fp) 

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