Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Märkte

| Märkte
twitterlinkedInXING

J.P. Morgan AM: Inflation voraus!

In wie weit höhere Preissteigerungs- bzw. Inflationsraten über Zinserhöhungsängste die Hausse an den Aktien- und Anleihemärkten beenden könnten, erörtert J.P. Morgan Asset Management.

2.jpg
© photoschmidt / stock.adobe.com

In den kommenden Monaten dürfte laut Einschätzung von J.P. Morgan Asset Management eine höhere Inflation zu erwarten sein. Aus Sicht der Fundamentaldaten dürfte zwar die
Covid-19-Krise disinflationär wirken, da sie den Auslastungsgrad der Wirtschaft erheblich verringert hat. Es gäbe jedoch mehrere Faktoren, die die Inflation in den nächsten Monaten wohl in die Höhe treiben werden.

So könnten Basiseffekte nach dem starken Inflationsrückgang im vergangenen Frühjahr höhere Inflationswerte im Vorjahresvergleich zur Folge haben: Die Teuerungsrate des US-Verbraucherpreisindex (VPI) wird im April/Mai voraussichtlich von derzeit 1,4 auf rund drei Prozent steigen.

Markt könnte am falschen Fuß erwischt werden
Die Inflationstreiber seien zwar allgemein bekannt. Das Ausmaß des vorübergehenden Anstiegs werde allerdings möglicherweise unterschätzt. Insofern könnte der Markt überreagieren und die Anleihenrenditen nach oben treiben. Wichtig ist laut J.P. Morgan AM, dass höhere Renditen an sich noch kein Problem für festverzinsliche Wertpapiere darstellen – es kommt vielmehr auf die Geschwindigkeit an, mit der die Renditen steigen.

Taper Tantrum 2.0?
Die Ereignisse während des Taper Tantrum vor rund acht Jahren haben gezeigt, welche technischen Auswirkungen während eines ähnlichen Szenarios möglich sind. "Deshalb wissen wir, dass die Gefahr erheblicher Mittelabflüsse besteht, insbesondere in Risikomärkten, die empfindlich auf steigende Zinsen reagieren, wie z. B. Schwellenländeranleihen", warnt J.P. Morgan AM.

Profis können sich rechtzeitig positionieren
Für J.P. Morgan AM könnte Spielraum für einen taktischen Durationshandel rund um die bevorstehenden Inflationsdaten geben, da der Markt auf die höheren Werte überreagieren könnte, obwohl auf die Basiseffekte hingewiesen wurde. "Wir sind jedoch der Ansicht, dass die vorübergehende Natur des Inflationsanstiegs und die Zurückhaltung der Federal Reserve keine sprunghafte, sondern eher eine langsame Zunahme der Renditen bewirken werden", merkt J.P. Morgan AM abschließend an. (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren