Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

J.P. Morgan AM: Brexit-Risiken sind plötzlich wieder Thema

Ende Juni verstreicht eine Frist zum Verlängern der Übergangsregeln zwischen EU und Vereinigtem Königreich. Die Experten von J.P.Morgan AM geben aber die Hoffnung nicht auf, dass ein harter Brexit vermieden werden kann.

brexit_tanaonte__adobestock_206605609.jpg
© tanaonte / stock.adobe.com

Der Brexit schien für viele Anleger eigentlich erledigt. Ist er aber nicht: Nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs Ende Januar läuft eine Übergangsfrist bis Anfang 2021. Die Verlängerung dieser Übergangsfrist müssten die Briten bis zum 30.6. beantragen. Danach sieht es aber derzeit nicht aus: "Die britische Regierung scheint fest entschlossen zu sein, keine Verlängerung zu beantragen", sagt Karen Ward, Chef-Marktstrategin EMEA bei J.P.Morgan AM. 

Das könnte Ward zufolge zu einem Knackpunkt gegen Jahresende führen: "Entweder wird in den nächsten sechs Monaten ein Durchbruch in Form eines Freihandelsabkommens erreicht, oder das Vereinigte Königreich tritt aus und wird Handelspartner nach den Regeln der Welthandelsorganisation WTO." Bislang hätten die Verhandlungen anscheinend keine großen Fortschritte gemacht, so Ward weiter. "Und das liegt nicht nur an den physischen und kapazitätsmäßigen Einschränkungen infolge von Covid-19."

Bislang keine großen Fortschritte
Ward hält eine negative Reaktion der Märkte auf das Verstreichen der Frist vom 30. Juni allerdings für unwahrscheinlich, sofern nicht beide Seiten ausdrücklich festhalten, dass weitere Verhandlungen zwecklos seien und Vorbereitungen auf einen No-Deal-Ausstieg getroffen werden sollten. Zentrale Erwartung ist, dass beide Seiten bis zum Beginn des vierten Quartals weiterhin laut mit den Säbeln rasseln, um möglichst viele Zugeständnisse zu erreichen. Es werde so aussehen, als bestünde keine Aussicht auf ein Abkommen. Mit näher rückendem Jahresende dürfte sich jedoch der Pragmatismus durchsetzen und eine Lösung gefunden werden, so Ward. (fp)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren