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Joseph Stiglitz: Globaler Preisschock um Längen schlimmer als in 70ern

Zwei führende US-Ökonomen, nämlich Nobelpreisträger Prof. Joseph Stiglitz und Harvard-Professor Jason Furman, haben auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vor dem Ausmaß des derzeitigen Inflationsschocks gewarnt.

Joseph Stiglitz
Joseph Stiglitz
© Jason Alden / Bloomberg

Investoren stehen harte Zeiten bevor, womöglich schlimmer als in den 1970er-Jahren, als mit Aktien und Renten real auf Indexebene Gewinne fast unmöglich waren. Der Preisanstieg sei “um Längen schlimmer” als in den 1970er Jahren, sagte Nobelpreisträger Joseph Stiglitz gegenüber Bloomberg.

Stiglitz, ehemals Chefökonom der Weltbank, sagte, die Zentralbanken seien “völlig unvorbereitet” auf die Krise, die schlimmer sei als die der 1970er Jahre, weil “es nicht nur um Öl geht, sondern um Lebensmittel, Öl und Lieferstörungen durch Covid-19”.

"Alles über den Haufen geworfen"
Jason Furman, Harvard-Professor und ehemaliger oberster Wirtschaftsberater von US-Präsident Barack Obama, sagte gegenüber Bloomberg: “Wir kehren zurück zu einer früheren Ära der Geldpolitik. Die enorme Priorisierung von Beschäftigung gegenüber der Inflation - das wird gerade alles über den Haufen geworfen.”

“Das wird eine einschneidende Erfahrung. Wenn die Inflation in den nächsten sechs Monaten nicht verschwindet, wird das eine Episode, an die sich Zentralbanker noch in 20 oder 30 Jahre erinnern werden, mit den Worten: ‘lasst uns diesen Fehler nicht vergessen’”, sagte Furman.

Notenbanken vor schwierigen Entscheidungen
Die US-Notenbank und die Bank of England heben die Zinssätze bereits aggressiv an, um die Inflation von ihrem 40-Jahres-Hoch herunterzubringen. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, sagte am Montag, die Zinsen in der Eurozone würden wahrscheinlich ab Juli steigen.

Der globale Preisschock wurde ausgelöst durch eine Kombination aus anhaltenden Lieferkettenproblemen als Folge der Pandemie und den Krieg in der Ukraine, der Energie- und Lebensmittelpreise in die Höhe getrieben hat.

USA mit Euroland schwer vergleichbar
Allerdings seien die Schocks laut Furman je nach Region unterschiedlich: In den USA müsse die Fed stärker straffen, da die Inflation dort eher hausgemacht sei. Lagarde dagegen sollte “aus politischen Gründen eher taubenhaft” sein, da Europa mit einem vorübergehenden Energiepreisschock konfrontiert sei und in der Frage der russischen Invasion der Ukraine geeint bleiben müsse.

Hilfen genau dosieren
Fiskalische Unterstützung sollte auf Niedrigverdiener in der Einkommensgruppe der untersten 20 Prozent begrenzt bleiben, so Furman. Breitere Unterstützung wie Mehrwertsteuersenkungen würden nur die Inflation noch weiter anheizen. (aa)


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