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Jetzt in Schwellenländeraktien investieren?

Obwohl 2019 ein starkes Jahr für die globalen Aktienmärkte war, gab es einen hohen Performanceunterschied zwischen entwickelten Märkten (Developed Markets - DM), die eines der stärksten Aktienjahre seit 2009 verzeichneten, und Schwellenländern (Emerging Markets - EM), die deutlich zurückblieben.

Stefan Kuhn, Managing Director und Head of SPDR ETF Deutschland
Stefan Kuhn, Managing Director und Head of SPDR ETF Deutschland
© Archiv

Der Performanceunterschied ist insbesondere auf die Verlangsamung des globalen Wachstums zurückzuführen, das im Wesentlichen um die Sorge des schwelenden Handelskonfliktes getrieben wurde. Diese Befürchtungen trafen insbesondere China, dessen Wachstum sich auf fast sechs Prozent verlangsamte und damit deutlich unter den früheren Schätzungen lag - eine nachhaltige Wachstumsrate von sieben Prozent halten zu können. Die kürzliche Unterzeichnung eines Handelsabkommens der ersten Phase und mögliche weitere Zugeständnissen bei den Zöllen zwischen den USA und China könnte jedoch dazu beitragen, dass sich die Wirtschaft leicht erholt, wenn der Handel wieder anzieht.

Warum Schwellenländeraktien 2019 nicht wirklich funktionierten
Ein weiterer Grund für die unterdurchschnittliche Entwicklung der Schwellenländeraktien im vergangenen Jahr waren die erheblichen geopolitischen Spannungen, insbesondere im Hinblick auf die Bürgerunruhen in Lateinamerika und Hongkong. Obwohl sich diese Risiken nicht vollständig aufgelöst haben, hat sich die Situation etwas entspannt, und die Konflikte scheinen sich in diesen Gebieten etwas abzukühlen.

Relative Attraktivität ist 2020 gegeben
Im Jahr 2020 scheinen die Aktienbewertungen der Schwellenländer im Vergleich zu den entwickelten Ländern nun einigermaßen attraktiv zu sein; allerdings besteht weiterhin Unsicherheit, insbesondere im Hinblick auf die Unternehmenserträge, die Handelsspannungen, die Kapitalströme und die möglichen Strukturreformen. "Unserer Ansicht nach könnte es Ereignisse geben, die, wenn sie eintreten, den Anlegern die Möglichkeit geben, „Value“ in Schwellenländeraktien zu realisieren, darunter zum Beispiel: - eine Belebung der Kapitalströme, wenn weitere Länder in Schwellenländer-Benchmarks aufgenommen werden, - ein Nachlassen der Handelsspannungen zwischen den USA und China, - eine größere Allokation in Emerging Markets durch globale Fonds und Strukturreformen (z.B. Rentenreform in Brasilien; Unternehmenssteuerreform in Indien; Landreform/Reform des öffentlichen Sektors in Südafrika; und Energiereform in Mexiko), die sich in einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage und des BIP-Wachstums niederschlagen", resümiert Stefan Kuhn, Managing Director und Head of SPDR ETF Deutschland.

Breit aufgestellt zu sein, ist wohl am besten
Angesichts der immer noch bestehenden spezifischen Länderrisiken in den Schwellenländern hält  eine breite Allokation in MSCI Emerging Markets für sinnvoll, um diese länderspezifischen Risiken zumindest zum Teil zu reduzieren. Investoren, die sich auf die sich verbessernde Stimmung zwischen den USA und China konzentrieren wollen, sollten mit dem MSCI EM Asia einen fokussierteren Ansatz wählen, um das Aufwärtspotenzial dieser Region zu nutzen. (kb)

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