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Jeremy Grantham warnt vor Platzen der "Superblase" am Aktienmarkt

Der berühmte Investor Jeremy Grantham, Mitgründer des Asset Managers GMO, sagte, die "Superblase", vor der er früher gewarnt habe, sei noch nicht geplatzt, selbst nach den diesjährigen Turbulenzen am US-Aktienmarkt. Dies werde wohl noch kommen. Wird er recht behalten?

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Jeremy Grantham
© GMO

Der Mitbegründer des Bostoner Vermögensverwalters GMO, der dafür bekannt ist, vor blasenhaften Entwicklunge im Markt zu warnen, schrieb kürzlich in einem Report, dass der Anstieg der US-Aktien von Mitte Juni bis Mitte August in das Muster der Bärenmarkt-Erholungen passt, die nach einem anfänglichen starken Rückgang eintritt, bevor sich die wirtschaftliche Lage wirklich zu verschlechtern beginnt.

Probleme ante portas
Der 83-jährige Grantham sieht noch mehr Probleme auf uns zukommen wegen einer "gefährlichen Mischung" aus überbewerteten Aktien, Anleihen und Immobilien, kombiniert mit einem Rohstoffschock und der aggressiven Haltung der Federal Reserve. Grantham sagte zu Beginn des Jahres voraus, dass Benchmark-Aktien in einem historischen Einbruch um fast 50 Prozent nachgeben würden. Der S&P 500 fiel im Juni um fast 25 Prozent von seinem
von seinem Höchststand im Januar, bevor er sich in den folgenden zwei Monaten wieder erholte. Doch die US-Aktien sind erneut auf Talfahrt und fielen am Mittwoch zum vierten Mal in Folge, wobei prominente Strategen wie Mike Wilson von Morgan Stanley zu jenen gehören, die die Investoren davor warnen, dass der Markt die Talsohle noch nicht erreicht hat.

Mehrstufiger Zusammenbruch der Aktienkurse
"Wir hatten neulich eine typische Bärenmarktrallye und und die Leute sagten: 'Oh, das ist ein neuer Bullenmarkt'", sagte Grantham in einem Interview. "Das ist Blödsinn." Für Grantham erfolgt der Zusammenbruch einer Superblase in mehreren Stufen. Zunächst gibt es einen Rückschlag wie in der der ersten Jahreshälfte, dann folgt eine leichte Rallye. Schließlich,
brechen die Fundamentaldaten zusammen, und der Markt erreicht seinen Tiefpunkt.

Auch ein Grantham liegt nicht immer richtig...
Jeremy Grantham wurde durch das Erkennen von Blasen und dem anschließenden Proftieren von denselben berühmt in Japan in den späten 1980er Jahren, bei Tech-Aktien um die Jahrtausendwende und im US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008. Einige seiner bärischen Vorhersagen im Laufe der Jahre haben sich allerdings als falsch erwiesen - oder er kam mit seiner Ansicht zumindest zu früh.

Eins kommt zum anderen und muss verarbeitet werden
Diesmal wies er auf kurzfristige Probleme hin, wie etwa die Auswirkungen von Russlands Einmarsch in der Ukraine auf Europa, das mit Lebensmittel- und Energiekrisen zu kämpfen hat, sowie auf fiskalische Straffung der Finanzpolitik und Chinas anhaltende Covis-19-Probleme. Während die steigende Inflation in der ersten Jahreshälfte für einen Rückgang sorgte, werden sinkende Gewinnmargen der Unternehmen die nächste Runde der Verluste einläuten, sagte er. "Ich gehe jede Wette ein, dass wir wirtschaftlich und finanziell eine ziemlich harte Zeit haben werden, bevor das System diese Dinge verdaut hat", sagte Grantham. "Was ich nicht weiß, ist: Wird das aus dem Ruder laufen wie in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts, oder wird die Krise ziemlich gut eingedämmt wie im Jahr 2000 oder liegt es irgendwo in der Mitte?" (kb)

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