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Jens Ehrhardt: "Nicht gleich wieder Vollgas geben" – mit Video

Der Gründer von DJE Kapital blickt im Interview optimistisch nach vorne, was Aktieninvestments angeht. Die strategische Wende der US-Notenbank sieht der Vermögensverwalter als längerfristig gutes Zeichen, warnt Anleger aber davor, an den Märkten nun voll ins Risiko zu gehen.

DJE-Kapital-Gründer Jens Ehrhardt
DJE-Kapital-Gründer Jens Ehrhardt auf dem FONDS professionell KONGRESS in Mannheim.
© FONDS professionell

Als hätte er bereits bei seinem Jahresausblick Mitte Dezember vergangenen Jahres regelrecht geahnt, was Jerome Powell, Chef der amerikanischen Notenbank, Ende Januar dann tatsächlich vollzogen hat. "Die Fed muss von der Bremse gehen", lautete damals eine von Ehrhardts zentralen Forderungen. Und genauso kam es dann ja auch prompt: Mit seinen Äußerungen vom 30. Januar signalisierte Powell quasi eine 180-Grad-Wende nicht nur in Bezug auf die Zinspolitik, sondern auch was den Abbau der aufgeblähten Fed-Bilanz und einen dadurch zu erwartenden Entzug von Liquidität betrifft. Entsprechend zufrieden zeigte sich Ehrhardt im Video-Interview mit FONDS Professionell-Herausgeber und "INSTITUTIONAL Money"-Chefredakteur" Hans Heuser mit dem neuen Kurs der Fed: "Fehlende Liquidität ist immer schlecht für die Börse."


Veranstaltungshinweis: 
DJE Investment hält am 12. Institutional Money Kongress, der von 26. bis 27. Februar 2019 im Frankfurter Congress Center stattfindet, einen Workshop über den marktneutralen Investmentansatz eines für institutionelle Investoren durchaus interessanten DJE-Aktienfonds. Eine Kongress-Anmeldung ist u.a. HIERbis 21. Februar 2019 möglich.

Abwarten, wie die Geldpolitik wirkt
Einzig die in der Regel mit monetären Maßnahmen von Notenbanken verbundene Zeitverzögerung macht Ehrhardt Sorgen. "Wenn die Geldpolitik lockert oder bremst, dauert es rund ein halbes Jahr, bis solche Entscheidungen jeweils ihren Niederschlag an der Börse finden", so Ehrhardt. Von daher müsse man abwarten, ob die nun zurückliegende Bremspolitik der Fed sich eventuell zunächst negativ auf die Börsenentwicklung auswirken werde, bevor durchaus vorhandene positive Aspekte die Oberhand gewinnen könnten. Solche sieht Ehrhardt nicht nur in den anstehenden Maßnahmen zur Stimulierung der Konjunktur in China, auch Europa komme um Stimulierungsschritte nicht herum.

Defensive Aktien als Ersatz für Anleihen
Auch wenn damit die Risiken etwas zurückgegangen seien, dürfe man die Fülle an Herausforderungen, vor denen die Börsianer stehen, nicht unterschätzen. Dazu zählt Ehrhardt nicht nur die erwähnte Zeitverzögerung bezüglich der Wirkung der US-Notenbankpolitik, sondern auch die Auswirkungen des anstehenden Brexit und einer noch ausstehenden Einigung im Handelsstreit zwischen China und USA.

Von daher rät Ehrhardt, nun nicht gleich wieder mit Vollgas in den Aktienmarkt zurückzukehren, sondern eher ein Gutteil des Portfolios in defensiven Branchen wie Versorgern, Telekom oder Nahrungsmitteln zu halten. "Defensive Aktien haben angesichts der immer noch extrem niedrigen Zinsen die Rolle übernommen, die früher Anleihen zukam", so Ehrhardt.

Einem potenziell schwächeren US-Dollar kann Ehrhardt Positives abgewinnen. Deutsche Exportunternehmen, für die das eigentlich eine ungünstige Entwicklung darstelle, seien in der Regel auf ein Jahr im Voraus gegen solche Währungsschwankungen abgesichert. Und für die Weltwirtschaft insgesamt und die Konjunktur der Schwellenländer im Speziellen sei eine schwächere US-Währung eher ein positives Zeichen. (hh)

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