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Jennison Associates über das Potential technologischer Innovationen

Der Chef für globale Aktien bei Jennison Associates erläutert, in wie weit das Konsumverhalten technologischen Entwicklungen nicht nur in einzelnen, sondern in fast allen Sektoren treibt und wo er neue Technologie- und damit Investmenttrends ortet.

Mark Baribeau, Head of Global Equity bei Jennison Associates
Mark Baribeau, Head of Global Equity bei Jennison Associates
© Jennison Associates

Die jüngsten Gewinnmeldungen aus dem Technologiesektor können sich sehen lassen. Sie bestätigen die grundsätzliche Stabilität vieler Unternehmen und untermauern langfristige Entwicklungstrends, schreibt Mark Baribeau, Head of Global Equity bei Jennison Associates, in einem „Institutional Money“ exklusiv vorliegenden Beitrag.

Fortschritte auf breiter Front
Baribeau zufolge sei ein starkes Ertragswachstum nicht ausschließlich auf die im IT-Sektor der im S&P 500 Index enthaltenen „Tech“-Unternehmen beschränkt. Auch andere Unternehmen profitieren von technologischen Fortschritten. Das gelte für Social-Media-Unternehmen die als „Kommunikationsdienste“ klassifiziert sind, oder für Internethändler und Streaming-Entertainment-Anbieter, die in die Kategorie der „zyklischen Konsumgüter“ fallen, genauso wie für Unternehmen aus den Bereichen Roboterchirurgie, Diagnostik und Biopharmazie.

Der Technologiebereich ist laut Baribeau also längst nicht mehr ein separater Sektor. Vielmehr durchdringt er alle Industriezweige. Diese Entwicklung biete letztendlich ein attraktives Umfeld für starke Innovationsführer. So werden CAPEX-Ausgaben für Software und F&E vermutlich weiter steigen. Denn diese Ausgaben haben sich von einer Option zur Kostensenkung endgültig zu einer „Überlebensnotwendigkeit“ entwickelt.

Die langfristigen Auswirkungen dieser Veränderung bei Investitionsausgaben dürften sehr tiefgreifend sein. Hinzu kommt eine anhaltende und langfristige Beschleunigung der Nachfrage nach Technologien durch die große globale Bevölkerungsgruppe der Millenials, die schon früh erlebt hat, dass Alltagsprobleme durch digitale Angebote gelöst werden können, merkt Baribeau an.

Technologie als Faktor für mehr Wettbewerbsfähigkeit
Mittlerweile stehe fest, dass die Pandemie die Akzeptanz digitaler Technologien um mehrere Jahre beschleunigt hat. Viele Unternehmen haben verstanden, dass sie die strategische Bedeutung von Technologie als kritische Geschäftskomponente anerkennen müssen. Und dies nicht nur als Quelle von Kosteneffizienz, sondern als entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Dies zeigt sich an mehreren Stellen, etwa bei technologieintensiven Investitionen, E-Commerce-Strategien, der Umstellung von Unternehmen auf Cloudbasis, Direct-to-Consumer-Geschäftsmodelle oder Softwareanwendungen, die sich auf mehrere Geschäftsbereiche erstrecken.

Verbraucher haben sich sogar noch schneller angepasst. Ihr Konsumverhalten hat sich im letzten Jahr drastisch in Richtung digitaler Lösungen verschoben. Große, global ausgerichtete Märkte sollten eine ausreichende Basis für ein langfristiges Umsatz- und Gewinnwachstum bieten, wobei sich viele disruptive Trends in den nächsten drei bis fünf Jahren verdoppeln dürften, erklärt Baribeau.

Digitale Technologien prägen die Unternehmensstrategie
Der Einsatz digitaler Technologien zur Schaffung neuer (oder der Veränderung bestehender) Geschäftsprozesse, Kulturen und Kundenerfahrungen ist heute zu einem wichtigen Bestandteil der Unternehmensstrategie geworden. Im Mittelpunkt steht, den sich ändernden Geschäfts- und Marktanforderungen gerecht zu werden. Dabei wurde die digitale Transformation durch neue digitale Technologien wie soziale Medien, mobile Geräte, künstliche Intelligenz und Cloud Computing verstärkt vorangetrieben.

„Die anhaltende Steigerung der Daten-, Informations- und Unterhaltungsnutzung über ein breites Spektrum von Geräten und Anwendungen einerseits und der digitale Zahlungsverkehr andererseits gehören zu den Bereichen, die langfristige Chancen und immense Märkte für Unternehmen mit den richtigen Technologien bieten. Denn das Geschäfts- und Verbraucherverhalten hat sich eindeutig geändert und die Akzeptanz- und Nutzungsraten sind deutlich gestiegen“, betont Baribeau.

Software as a Service (SaaS)
Ein weiterer spannender Markt ist Software as a Service (SaaS). Hier liefern Anbieter etwa geschäftskritische Cloud-Anwendungen und -Dienste, die die Softwarebranche umwälzen. Ursprünglich von Internet- und Cloud-nativen Unternehmen übernommen und noch im Anfangsstadium der Nutzung, hat SaaS damit begonnen, die Hauptader der großen Mainstream-Unternehmensmärkte zu durchdringen.

„Da es zunehmend als strategisch notwendig erachtet wird, Softwareverbesserungen zu implementieren, sobald diese verfügbar sind, werden die Unternehmen vermehrt das SaaS-Modell übernehmen. Allerding sind die Verbreitungsquoten aktuelle noch relativ niedrig. Dennoch dürften die Expansionsmöglichkeiten von SaaS im kommenden Jahrzehnt beträchtlich sein“, verweist der Aktienexperte abschließend auf das vorhandene Performancepotential. (aa)

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