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Japans Reformen kommen Investoren zugute

Zuletzt dominierten Politik, Virusvarianten und sportliche Wettkämpfe die Schlagzeilen aus Japan. Junichi Takayama, Investment Director bei Nikko Asset Management, beschreibt grundlegende Reformen und Veränderungen, die sich für Anleger positiv auswirken sollten. Weniger spektakulär, aber wirksam.

Takayama Junichi, ​Investment Director bei Nikko Asset Management
Takayama Junichi, Investment Director bei Nikko Asset Management
© Nikko AM

Aktionärsaktivismus war in Japan bis vor der globalen Finanzkrise Anfang der 2000er Jahre ein Tabu. Heute taucht das Thema regelmäßig in den Nachrichten auf, und nicht nur wie zuletzt im Zusammenhang mit Toshiba. 

Mehr aktivistische Shareholder nun auch in Japan
"Die Zahl der Aktivisten auf dem japanischen Markt hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen", weiß Takayama Junichi, Investment Director bei Nikko Asset Management. "Im Jahr 2014 gab es nur sieben auf dem Markt. Inzwischen haben 44 aktivistische Investoren alle japanischen Unternehmen im Visier. Zudem gibt es heute mehr Arten von aktivistischen Investoren: von „Asset Strippern“ alter Schule über Unternehmen, die sich auf konstruktives Engagement konzentrieren, bis hin zu welchen, die einen direkteren Ansatz verfolgen. Ein japanischer Privatkundenfonds verfolgt gar eine aktivistische Strategie." 

Auch die Zahl der Aktionärsanträge von Aktivisten nimmt zu
Bis Ende Juni gab es im laufenden Jahr 64 Anträge (in Bezug auf Tagesordnungspunkte) – das sind bereits mehr als im gesamten Kalenderjahr 2020 (60 Anträge). Die Marktkultur hat sich dramatisch verändert: Aktionäre können den Unternehmen gegenüber, in die sie investieren, lauter und manchmal sogar feindseliger aufzutreten. 

Institutionelle Anleger springen Aktivisten bei Interessenskongruenz bei
Entscheidend ist: Ein aktivistischer Investor, der Themen vertritt, die im kollektiven Interesse der Aktionäre liegen, erhält inzwischen mehr Unterstützung von traditionellen institutionellen Anlegern.Takayama Junichi weiß auch warum: "Diese müssen sich ihrerseits an den Stewardship Code halten und im besten Interesse ihrer Kunden handeln. Aktivisten haben heute also viel bessere Möglichkeiten, um etwas zu bewirken. Wir gehen daher davon aus, dass der Druck der immer lauter werdenden Aktionäre als Katalysator für viele Value-Aktien dienen wird. Diese haben das Potential, ihre Geschäftsabläufe und Kapitaleffizienz zu verbessern." (kb) 

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