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Japans Aktien-Boom: Wird die Bank of Japan zum Risiko?

Japans Aktienmarkt hat die Börsen in den USA und der Eurozone seit Jahresbeginn klar hinter sich gelassen. Vor der BoJ-Sitzung rückt damit die Geldpolitik in den Fokus: AllianzGI erwartet unveränderte Zinsen und sieht vorerst keinen Grund, die Aktienpositionierung zu ändern.

Der japanische Aktienmarkt wird von den großen Häusern unter-analysiert – und in weiterer Folge nicht selten unterschätzt.
Der japanische Aktienmarkt wird von den großen Häusern unter-analysiert – und in weiterer Folge nicht selten unterschätzt.© bephoto / stock.adobe.com/KI-generiert

ECKPUNKTE:

  • Nikkei 225 seit Jahresbeginn rund 28 Prozent im Plus
  • BoJ dürfte die Zinsen Ende Juli unverändert lassen
  • AllianzGI bleibt bei japanischen Aktien übergewichtet

Rund 28 Prozent hat der Nikkei 225 seit Jahresbeginn zugelegt. S&P 500 und Euro Stoxx 50 kamen jeweils nur auf etwa acht Prozent. Angesichts diesr Performance stellt sich vor der Sitzung der Bank of Japan am 30. und 31. Juli umso mehr die Frage, ob die Geldpolitik zum Risiko für den japanischen Aktienmarkt werden könnte.

Gregor Ma Hirt, CIO Multi Asset bei Allianz Global Investors, erwartet jedenfalls weder eine Zinserhöhung noch klare Hinweise auf einen beschleunigten Straffungskurs. Die BoJ dürfte den Leitzins unverändert lassen und grundsätzlich an weiteren Anhebungen festhalten. Ein Schritt im Oktober bleibe möglich. Für einen restriktiveren Ton könnten die Schwäche des Yen und die gestiegenen Energiepreise sorgen. Dagegen stehen gemischte Inflationssignale und die Spannungen im Nahen Osten. Zudem dürfte die BoJ zunächst abwarten, wie sich die US-Notenbank unter ihrer neuen Führung positioniert.

Nicht vorzeitig festlegen
„Eine frühere Zinserhöhung bleibt möglich. Eine frühzeitige Festlegung darauf erscheint dagegen weniger wahrscheinlich“, erklärt Ma Hirt. Die Märkte preisten bereits eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen Oktober-Schritt ein. Eine weitere restriktive Neubewertung würde daher Signale für zusätzliche oder schnellere Zinserhöhungen erfordern.

AllianzGI bleibt bei japanischen Aktien übergewichtet. Wirtschafts- und Gewinnwachstum wirkten weiterhin unterstützend. Bei japanischen Staatsanleihen und dem Yen hält der Asset Manager dagegen an einer neutralen Position fest. (hw)

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