Japan kämpft mit neuen Schulden gegen...
Das japanische Kabinett hat ein unerwartet hohes Konjunkturpaket im Wert von 21,3 Billionen Yen verabschiedet. Die expansive Politik von Premierministerin Takaichi sollte sich auf Aktien positiv auswirken. Das wichtigste kurzfristige Risiko bleiben aber die anhaltenden Spannungen mit China.

"Am 21. November genehmigte das japanische Kabinett einen Nachtragshaushalt für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe von 17,7 Billionen Yen – deutlich über dem Vorjahreswert von 13,9 Billionen Yen. Einschließlich Steuersenkungen in Höhe von 2,7 Billionen entspricht dies einem Konjunkturpaket im Wert von 21,3 Billionen Yen", vermerkt Louis Chua, Equity Research Analyst Asia bei Julius Bär.
Konjunkturpaket umfasst Preisentlastungsmaßnahmen in Höhe von 11,7 Billionen
Dazu kommen für Krisenmanagement und Wachstumsinvestitionen 7,2 Billionen, Verteidigung und Diplomatie 1,7 Billionen sowie Notfallreserven in Höhe von 0,7 Billionen Yen. Konsumaktien sollten davon profitieren können, da das Programm auf die Unterstützung von Privathaushalten angesichts steigender Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten ausgerichtet ist.
Konsumaktien als Profiteure
Die japanische Regierung schätzt, dass die Konjunkturmaßnahmen das reale BIP in den nächsten drei Jahren um durchschnittlich 1,4 Prozentpunkte erhöhen werden. Premierministerin Takaichi erklärte gegenüber Reportern: „Was die Finanzierung angeht, werden wir die über den Erwartungen liegenden Steuereinnahmen und nichtsteuerlichen Einnahmen nutzen, aber etwaige verbleibende Defizite werden durch die Ausgabe zusätzlicher Staatsanleihen gedeckt.“ Der japanische Yen verlor aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Finanzlage Japans parallel zu den steigenden Renditen langfristiger Anleihen an Wert.
Spannungen zwischen China und Japan sind das wichtigste kurzfristige Risiko
Japans Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi gab an, die Pläne des Landes, Mittelstrecken-Boden-Luft-Raketen auf der südjapanischen Insel Yonaguni zu stationieren, verliefen planmäßig. Louis Chua zur POsitionierung von Julius Bär: "Unsere Aktienauswahl konzentriert sich auf Sektoren, die von den strategischen Branchen der Regierung Takaichi profitieren, sowie auf einen Korb von Qualitätsaktien, die durch eine breitere Diversifizierung gestützt werden." (kb)