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Japan: Ausverkauf bei Bonds, Renditen springen auf Höchststände

Die Renditen 20-jähriger Staatsanleihen erreichten vor kurzen den höchsten Stand seit 1997. Die Gründe dafür sind mannigfaltig und reichen von höheren Energiekosten über höhere Inflationsraten bis hin zu der Erwartung, dass die Bank of Japan die Zinsen erhöhen muss.

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Eckpunkte:

  • Die Rendite 20-jähriger Staatsanleihen japanischer Staatsanleihen erreicht den höchsten Stand seit 1997
  • Aber auch Langläufer andere Staaten kamen unter Abgabedruck

Die Rendite japanischer 20-jähriger Staatsanleihen hat ihr Januar-Hoch überschritten und den höchsten Stand seit 1997 erreicht, da hohe Energiepreise den Inflationsdruck verstärken.

Die Rendite stieg am Mittwoch um 5 Basispunkte auf 3,495 Prozent und lag damit über dem bisherigen Höchstwert von 3,46 Prozent vom 20. Januar. Auch die Renditen 10- und 30-jähriger Anleihen legten jeweils um 5 Basispunkte auf 2,59 Prozent beziehungsweise 3,86 Prozent zu. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen.

Vertrauensverlust nimmt zu
Der Aufwärtsdruck auf japanische Staatsanleiherenditen nimmt zu, während die Ölpreise hoch bleiben. Hintergrund ist, dass die USA und der Iran die Vorschläge der jeweils anderen Seite zur Beendigung des Konflikts abgelehnt haben und damit die Aussicht auf eine kurzfristige Lösung schwindet.

Auch die Renditen von US-Staatsanleihen sind gestiegen, nachdem sich die Inflation in den USA beschleunigt hat. Händler erhöhen daraufhin ihre Wetten auf künftige Zinserhöhungen durch die Federal Reserve. Langfristige britische Staatsanleihen sind aufgrund politischer Risiken gefallen, was sich negativ auf japanische Anleihen auswirkt.

"Gekommen, um zu bleiben"
“Der Aufwärtstrend bei JGB-Renditen ist gekommen, um zu bleiben, getrieben von erwarteten angebotsseitigen Belastungen durch Defizite, einem schwachen Yen und hohen Rohstoffpreisen”, sagte Wee Khoon Chong, leitender APAC-Marktstratege bei BNY. “Das wird den Inflationsdruck in Zukunft wahrscheinlich weiter anheizen.”

Ein scharfer Ausverkauf japanischer Staatsanleihen im Januar, ausgelöst durch Sorgen über die Fiskalpolitik von Premierministerin Sanae Takaichi, griff auf US-Staatsanleihen über. Besonders der Markt für 20-jährige Anleihen, ein relativ illiquides Segment mit erhöhter Volatilität, spielte dabei eine zentrale Rolle und verstärkte die Schwankungen im Gesamtmarkt. Die Episode lenkte die Aufmerksamkeit von US-Finanzminister Scott Bessent auf die Risiken einer marktübergreifenden Ansteckung.

Investoren verkaufen
Der Yen hat gegenüber dem Dollar trotz mehrerer Interventionsrunden der japanischen Behörden erneut an Wert verloren angesichts fundamentaler Belastungen und der Spannungen im Nahen Osten.

Während sich die japanischen Behörden weiterhin nicht direkt zu möglichen Interventionen äußern, berichteten mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass am 30. April eingegriffen wurde. Analysen der Konten der Zentralbank deuten darauf hin, dass sich die Interventionen von diesem Zeitpunkt an und über die Golden Week hinweg auf bis zu 10 Billionen Yen (63,4 Milliarden Dollar) belaufen haben.

Die Abwertung des Yen erhöht die Inflationsrisiken und belastet Staatsanleihen, was den Druck auf die Bank of Japan verstärkt, nach der im vergangenen Monat unveränderten Geldpolitik Zinserhöhungen in Betracht zu ziehen.

Finanzministerin Satsuki Katayama sagte, ihr Team stimme sich in Währungsfragen eng mit Bessent ab, äußerte sich jedoch nicht zu Diskussionen innerhalb der Bank of Japan. Bessent teilte ihre Bedenken über übermäßige Wechselkursschwankungen und erklärte, sein Team werde in engem Kontakt mit dem japanischen Finanzministerium bleiben. (aa)

Steigende Renditen bei japanischen Langläufern

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