Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Janus Henderson: Senatswahlergebnis könnte schlecht für US-Aktien sein

Für Paul O’Connor, Head of Multi-Asset bei Janus Henderson Investors, könnte das Ergebnis der US-Senatswahl mehrere Auswirkungen auf die unterschiedlichen Marktsegmente haben. Leidtragende von mehr Regulierung könnten im internationalen Vergleich US-Aktien, insbesondere Technologieaktien, sein.

1.jpg
Großen US-Technologieunternehmen könnte mehr Regulierung drohen, falls die Demokraten ihr Versprechen aus dem Wahlkampf tatsächlich umsetzen sollten.
© alexlmx/stock.adobe.com; Amazon; Montage: FONDS professionell

"Die Kontrolle über den Senat dürfte den Demokraten eine gute Basis für die Umsetzung ihres Gesetzgebungsprogramms geben. Kurzfristig werden sich die Finanzmärkte an weiteren geplanten Konjunkturprogrammen in den USA ausrichten und langfristig an Steuererhöhungen", prognostiziert Paul O’Connor, Head of Multi-Asset bei Janus Henderson Investors, in einer aktuellen Kommentierung. Neben der Fiskalpolitik werde sich die Aufmerksamkeit der Anleger auch auf andere Bereiche der politischen Agenda der Demokraten verlagern, wie beispielsweise Infrastrukturausgaben, Mindestlohnerhöhungen und stärkere regulatorische Maßnahmen bei zahlreichen Schlüsselindustrien.

Hellblau statt sozialistisch
Investoren würden nun das Szenario einer „blauen Welle“ wieder ausgraben, mit dem viele im Vorfeld der Novemberwahlen bereits gedanklich gespielt hatten. "Da für Gesetzesumsetzungen in vielen Bereichen allerdings immer noch 60 Stimmen im Senat erforderlich sind, sollten wir eher mit einer hellblauen statt der radikalsten Version des Politikprogramms der Demokraten rechnen", betont O’Connor.

Rotation am Aktienmarkt wahrscheinlich
Ein klarer Sieg der Demokraten dürfte das US-Wachstum ankurbeln, mit ziemlich offensichtlichen Folgen für Anleiherenditen. Für Aktien sind die Folgen weniger eindeutig, da der erwartete BIP-Anstieg durch mögliche höhere Steuern und stärkere regulatorische Eingriffe etwas beeinträchtigt wird. Im Großen und Ganzen sollten sich Value-Aktien sowie zyklische Werte im Vergleich zu Wachstumswerten, Momentum-Aktien und vielen Corona-Gewinnern besser entwickeln.

Paradoxerweise sei laut O’Connor die gute Nachricht für die US-Wirtschaft wahrscheinlich eine schlechte Nachricht für die relative Performance von US-Aktien. Der Grund: Die Aussicht auf höhere Unternehmenssteuern, höhere Anleiherenditen und Bedenken über regulatorische Eingriffe lastet am stärksten auf den Medien-, Technologie- und Kommunikationsriesen, die die US-Indizes dominieren.

US-Aktien haben sich seit August letzten Jahres deutlich schlechter entwickelt als der Weltmarkt. "Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend bei einem klaren Sieg der Demokraten fortsetzen wird, was eine Rotation von US-Aktien hin zu Schwellenländern und Europa begünstigt", prognostiziert O’Connor. (aa)

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren