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Jackson Hole: Märkte erwarten Tapering ohne Tantrum

Angesichts des bevorstehenden, (virtuellen) Notenbank-Symposiums in Jackson Hole wirft der Chief Global Strategist bei Nikko Asset Management einen Blick voraus auf die Geldpolitik in den kommenden Monaten.

John Vail, Nikko Asset Management
 John Vail, Nikko Asset Management
© Nikko AM

Bisher hat die Fed ein Taper Tantrum erfolgreich verhindert. Nun erwartet der Markt noch in diesem Jahr ein Tapering ohne Tantrum, also ein Zurückfahren der Fed-Maßnahmen ohne heftige Marktreaktion, schreibt John Vail, Chief Global Strategist bei Nikko Asset Management, in einem aktuellen Marktkommentar. 

„Im Vergleich zu den jüngsten Äußerungen von Powell und anderen Vertretern der Fed werden auf der Konferenz kaum neue Informationen erwartet. Die Inflation dürfte sich so abschwächen, dass sie auf kurze Sicht, z.B. bei der annualisierten Sechsmonatsrate, unter Kontrolle zu sein scheint", erklärt Vail.

Da die Zentralbank weniger kauft, werden die Anleiherenditen Vail zufolge wahrscheinlich weltweit steigen – zwar nicht sehr stark, aber genug, um zyklischen Titel und Finanzwerten Rückenwind zu bieten, auch wenn Weltwirtschaft stärker als erwartet auf ein durchschnittliches Tempo abflaut.

Sehr wahrscheinlich wird auch die EZB und die japanische Notenbank ihre Geldpolitik zurückfahren müssen. Allerdings werden die Zentralbanken auch nach dem Tapering eine sehr unterstützende Marschroute wählen.

„Das alles setzt laut Vail voraus, dass die Wirtschaft virusbedingt nicht allzu sehr eingeschränkt werden muss. Viele Länder, darunter Japan, haben bereits von sehr strikten Maßnahmen umgestellt auf ein „Leben mit COVID“, in dem nur die größten Risiken eingedämmt werden. Auffrischungsimpfungen und eine verstärkte Herdenimmunität werden eine Rolle spielen.

„Die Probleme in den Versorgungsketten werden sich verringern. Viele Unternehmen haben noch immer eine Preissetzungsmacht; die Gewinnspannen dürften daher weiter steigen. „Geopolitische Fragen und ein weiterer Einbruch der chinesischen Wirtschaft scheinen derzeit die größten Risiken zu sein. Und natürlich das Virus...", erklärt Vail abschließend. (aa)

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