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Israel Staatsanleihen taugen als interessante Beimischung

Als einer der selteneren Emittenten am Euro-Staatsanleihemarkt hat Israel in der letzten Woche zwei Benchmark-Anleihen mit einer Laufzeit von 10 und 30 Jahren an den Kapitalmarkt gebracht. Das Interesse der Marktteilnehmer an dieser Emission war sehr hoch.

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© blende11.photo / stock.adobe.com

Die Nachfrage überstieg mit mehr als 14,5 Milliarden Euro die emittierten Volumina von je 1,25 Milliarden Euro deutlich. Die Emissionsrendite der zehnjährigen Anleihe mit Fälligkeit am 6.01.2029 lag bei gut 1,5 Prozent und damit rund 130 Basispunkte über der Rendite von Bundesanleihen mit gleicher Laufzeit. Das große Interesse der Kapitalmarktteilnehmer lässt sich unter anderem dadurch begründen, dass das niedrige Zinsniveau die Suche nach Rendite weiterhin anfeuert und zudem die letzte Euro-Emission Israels absolut gesehen und relativ zu Bundesanleihen eine gute Wertentwicklung aufzuweisen hat, weiß das Rentenresearch von M.M. Warburg & CO zu berichten.

Israels Zehnjährige schlägt vergleichbaren Bund

Quell: Bloomberg

Überzeugende Fundamentals
Darüber hinaus seien aber auch die fundamentalen Rahmendaten aus Israel sehr ansprechend, sagen die Warburg-Experten. So könne das Land mit einem sehr stabilen Wirtschaftswachstum aufwarten. Der Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017 liegt bei 3,6 Prozent und damit deutlich über dem der OECD-Staaten. Für 2018 erwartet das israelische Finanzministerium ein Wachstum von 3,2 Prozent. Die größten Wachstumsbeiträge kommen aus dem privaten und öffentlichen Konsum und machen Israel relativ unabhängig von ausländischer Nachfrage.

Das stabile Wachstum hat dazu geführt, dass sich die Arbeitslosigkeit in Israel mit 4,1 Prozent (Wert vom November 2018) auf einem historischen Tiefststand befindet und die Staatsverschuldung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, spürbar zurückgegangen ist. Lag die Staatsverschuldung 2008 noch bei über 70 Prozent, so betrug sie Ende 2017 „nur“ noch moderate 60,5 Prozent.

Trend bei der Entwicklung der Staatsverschuldung

Vergleicht man die Entwicklung der Verschuldung der OECD-Länder in diesem Zeitraum miteinander, so ist festzustellen, dass es neben Israel nur Norwegen, der Schweiz und Deutschland gelungen ist, den Schuldenstand zu senken. Alle anderen OECD-Länder haben die Staatsverschuldung zum Teil deutlich erhöht. Das illustriert die folgende Tabelle.

Vorbildliche Entwicklung der relativen Verschuldung

Quelle: Internationaler Währungsfonds, Oktober 2018

Entwicklung wurde auch von den Ratingagenturen honoriert
Israel wird aktuell mit folgenden Ratings beurteilt: Moody’s (A1; positiv), Fitch (A+; stabil) und
Standard & Poor’s (AA-; stabil). Die Agentur Standard & Poor’s hat das Rating im August 2018 von A+ auf AA- heraufgestuft. Als Begründung führte die Agentur die sehr positive wirtschaftliche Entwicklung an, mit einem Bruttoinlandsprodukt, das aktuell 50 Prozent über dem von 2010 liegt, sowie die positive Leistungsbilanz und den starken Arbeitsmarkt. Der positive Ausblick der Agentur Moody’s lässt ein Anheben der Beurteilung noch in 2019 möglich erscheinen. 

Keine taktische, aber eine strategische Option
Die Warburg-Rentenexperten sehen daher Staatsanleihen aus Israel als eine interessante
und attraktive Anlageidee an und empfehlen eine Beimischung im Portfolio. Bei einer Investition muss allerdings berücksichtigt werden, dass israelische Staatspapiere mit einer nicht zu vernachlässigenden Illiquiditätsprämie und einer relativ großen Geld-Brief-Spanne gehandelt werden. Daher sollten die Anleihen als strategisches Investment betrachtet und nicht aus taktischen Erwägungen erworben werden.

Risiken
Diese resultieren vor allem aus der geopolitischen Lage. Der Konflikt mit den Palästinensern, der Hisbollah und mit dem Iran kann immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen führen, die für Kursvolatilität sorgen. Das Ausfallrisiko israelischer Staatsanleihen ist aus Sicht von M.M. Warburg & CO  allerdings als sehr gering einzustufen. (kb)

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